[OÖ] Ausflüge im Oberen Mühlviertel mit der Mühlkreisbahn und Bussen

  • Wart Ihr schon mal in Neufelden? Oben im Ort?

    Ich war zu Covid-Zeiten, als in Wien alle Restaurants gesperrt waren mal dort, der Ort ist wirklich schön!

    So schön, daß die Chinesen ihn nachbauen wollen!

    (OK, das Datum habe ich erst jetzt bemerkt, ich hätte es sogar geglaubt...)

    Ich lasse den Beitrag aber doch stehen, weils wirklich sehenswert ist!

    Tourismusprojekt im Bezirk Rohrbach: „Neufelden darf nicht Hallstatt werden“
    Laut Plänen eines chinesischen Investors soll der Ort Neufelden mit seinen barocken Gebäuden in China nachgebaut werden. Einzelne Bewohner befürchten…
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    „Neufelden darf nicht Hallstatt werden“

    • 1. April 2024, 06:00 Uhr

    Mittelpunkt für den Nachbau in China soll das Barock-Café Schröckmayr-Kastner werden, von dessen Terrasse aus man bei einem Orts-Rundgang durch das nachgebaute Neufelden das besondere Flair der barocken Häuserfassaden des historischen Marktes erleben kann.  | Foto: BezirksRundSchau

    • Mittelpunkt für den Nachbau in China soll das Barock-Café Schröckmayr-Kastner werden, von dessen Terrasse aus man bei einem Orts-Rundgang durch das nachgebaute Neufelden das besondere Flair der barocken Häuserfassaden des historischen Marktes erleben kann.
    • Foto: BezirksRundSchau
    • hochgeladen von Sarah Schütz


    Laut Plänen eines chinesischen Investors soll der Ort Neufelden mit seinen barocken Gebäuden in China nachgebaut werden. Einzelne Bewohner befürchten "hallstattähnliche" Zustände und initiieren eine Bürgerbewegung.

    NEUFELDEN. In China ist der österreichische Ort Hallstatt nachgebaut worden, originalgetreu und mit viel Geld. Die Bauzeit betrug nur ein gutes Jahr, die Eröffnung erfolgte im Sommer 2016. Die Folge war ein Überansturm durch chinesische Besucher auf die 800-Einwohner-Tourismusgemeinde des Salzkammergutes, was den Ort an den Rand des Kollapses führte. Neufelden könnte nun laut eines ortsbekannten Neufeldener Bürgers, der vorerst namentlich noch nicht genannt werden will, ein ähnliches Schicksal drohen. „Bei einem Besuch des neu eröffneten Barock-Cafés Schröckmayr-Kastner zum Jahreswechsel war ein chinesischer Industrieller von diesem ‚schönen geschichtsträchtigen Ort mit dem magischen versunkenen Dorf im Stausee‘ so begeistert, dass er nun plant, Neufelden in China nachzubauen“, erfuhr der Neufeldner, der die BezirksRundSchau darüber informierte.

    Barock-Café im Mittelpunkt

    Mittelpunkt für den Nachbau in China soll das Barock-Café Schröckmayr-Kastner werden, von dessen Terrasse aus man bei einem Orts-Rundgang durch das nachgebaute Neufelden das besondere Flair der barocken Häuserfassaden des historischen Marktes erleben kann. Mithilfe eines Audioguides soll man über die reiche Geschichte informiert werden. Ausklingen soll der Rundgang auf der original nachgebauten Terrasse des Cafes Schröckmayr-Kastner, von wo man auch auf „das magische versunkene Dorf“ blicken kann, und zu heimischer Volksmusik „Mühlviertler Schmankerl“ serviert bekomme, so die Pläne. Laut exklusiven Informationen soll schon mit Fotodokumentationen und ersten Vermessungsarbeiten begonnen worden sein.

    Belebung der Tourismusregion

    Aktuell halte der chinesische Großindustrielle nach heimischen Kooperationspartnern aus Tourismus und Wirtschaft Ausschau. „Neue Geschäfte würden entstehen, der Ortskern belebt, der Tourismus vor Ort und in der Achse Krumau-Neufelden würde neu belebt werden", so die Slogans des Investors. Viele Neufeldner Bürger hätten schon von den geplanten Nachbauplänen des chinesischen Großindustriellen erfahren.

    Bürgerplattform wehrt sich dagegen

    Daher hätte man vor einer Woche auf Initiative unseres Informanten eine Bürgerbewegung gebildet, um das Projekt in dieser Form zu verhindern. „Denn Neufelden darf nicht Hallstatt werden: Schon jetzt ist die Parkplatzsituation im Ort, besonders auch um das Café Schröckmayr-Kastner angespannt. Die Idylle des Ortes wäre in Gefahr“, so der Informant, der in Zukunft auch als Sprecher der Plattform auftreten wird: „Auch in Hallstatt wurde die Gemeinde über das Projekt ursprünglich nicht informiert und dann von den Investoren vor Tatsachen gestellt. Wir wollen das verhindern.“ Demnächst wird sich die neue Bürgerplattform der Öffentlichkeit präsentieren und die Arbeit aufnehmen. Die BezirksRundSchau hält darüber am Laufenden.

    HIer die echte Webseite der Gemeinde Neufelden:

    Sehenswürdigkeiten: Marktgemeinde Neufelden

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    Am Bahnhof gibts auch einiges zu entdecken:

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  • Es handelt sich um den ET 22 132/232, ex St&H, ex KFBE (Köln-Frechen-Benzelrather-Eisenbahn, Bj. 1953). Weiß man, wie und warum es diesen Tw dorthin verschlagen hat? Schließlich hat er ja keinen Bezug zur Mühlkreisbahn.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Mühlkreisbahn elektrifizieren und Direktrailjets Flughafen Wien - Neufelden würden dann jedenfalls den oberen Teil der Mühlkreisbahn retten! ^^

    Neufelden?

    Railjet nach Aigen-Schlägl als Böhmerwaldexpress! :D

    Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners.

  • Am Ostersonntag war mir nach einem Ausflug ins Mühlviertel. Ich gebe zu, dass der folgende Bericht mit reichlich Verspätung geschrieben ist, aber die beschriebene Wanderung ist ja ganzjährig zu machen.

    Ich fuhr also mit der Mühlkreisbahn nach Iglmühle. Dankenswerterweise wurde im Zug auch der Bahnsteig angezeigt, nicht dass man sich in dieser Metropole des Mühlviertels noch verirren würde...:

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    Ankunft auf Bahnsteig 1!

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    Für die nach Ostern beginnenden Sanierungsarbeiten auf der währenddessen dann gesperrten Strecke waren schon ein paar Gerätschaften hergerichtet:

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    Links im Bild die Haltestelle, rechts das E-Werk mit einer kleinen Ausstellung des alten Generators. Ich hatte das immer nur von Zug aus gesehen und wollte das nun endlich einmal in Augenschein nehmen.

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    Vor der Wanderung der Mühl entlang wollte ich Mittagessen, da war aber leider die Kompass-Wanderkarte ungenau und so waren das dann doch 1-2 km bis zum Gasthaus, rauf auf den Hügel. Dafür hatte man dann von oben eine ziemlich gute Aussicht, die nur von ein paar Regenwolken getrübt war.

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    Mein Ziel war das Gasthaus Stöbich in Etzerreit (Da es weitum kein anderes gibt sei der Tip erlaubt...)
    Am Ostersonntag wars natürlich gut besetzt aber der Wirt fand dann doch noch einen Platz für mich - und das Essen war wirklich hervorragend!

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    Beim Runtergehen vom Hügel wieder Richtung Bahnhof kam mir dann ein Linienbus entgegen- ich muss so überrascht dreingeschaut haben, dass der Fahrer mir zuwinkte...

    Dann entdeckte ich sogar die Gleise von Bahnsteig 2:

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    ... und von Bahnsteig 3, Gartenbahnspurweite!

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    nach einem letzten Blick zurück zum Bahnhof und auf diverse Holztrümmer...

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    ... die vermutlich hier zum Einsatz kommen werden ...

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    .... und auf den Zweiwegebagger, diesmal von der anderen Seite ...

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    ... folge ich dem Weg über die Brücke, wo der Wanderweg beginnt. Im Bild eine Fischtreppe.

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    Das ist die geplante Route:

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    (Kompass-Wanderkarte)

    Interessante Tafel...

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    Auch zu Trinken gibts was, hoffentlich von der Quelle...

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    Wenn ich mich zuvor nicht an einer großen Wasserpfütze als Wasserbaumeister versucht hätte wäre an dieser Stelle sogar ein Foto mit Zug gelungen...:

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    Man könnte unten an Fluß weitergehen, ich wollte mir aber das Schloss zumindest von Außen näher besehen und marschierte die steile Straße nach Pürnstein hinauf - mit einem schönen Blick auf die Flussschleife und das Kraftwerk. Die in der Wanderkarte eingezeichnete Haltestelle dort gibts aber nicht (mehr?).

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    Ich bin am richtigen Weg!

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    ... aber dann schaute ich auf die Uhr und es war doch etwas knapp, man hätte nämlich vom Ort wieder ein Stückl runtergehen müssen zum Schloss, das aber eh nicht zu besichtigen ist - ich verzichtete also darauf und ging weiter.

    Ein Tip: Bei Erdmannsdorf folgte ich dem Wanderweg, der geht aber zuerst mal gscheit runter und dann wieder steil rauf - da ist es gscheiter, der kaum befahrenen Straße bis zur Höhe 560m zu folgen, da hat man auch eine schönere Aussicht!

    In Neufelden blieb noch ein wenig Zeit, mich am Bahnhof umzusehen.

    Diese Triebwagen waren auf der Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn im Einsatz, ehe sie ab 1970 zur LILO kamen. Hier waren sie als ET 22 130-22 136/ES 22 230-22 236 viele Jahre im Einsatz.

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    Auch am Bahnhof war alles hergerichtet für die anstehenden Bauarbeiten:

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    Viele Bahnhöfe mit Lampisterie gibt es nicht mehr...!

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    Bald kam dann aber auch schon mein Zug ...

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    .... und ein schöner Ausflug ging zu Ende. Das Mühlviertel ist immer einen Ausflug wert!

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  • Danke für den Bericht aus einer Gegend, die ich auch schon des öfteren bereist habe! Zur Haltestelle Iglmühle sei mir noch eine Anekdote gestattet: Als ich das letzte mal nach Aigen-Schlägl fuhr, wollte jemand in Iglmühle aussteigen, drückte aber die Haltewunschtaste des 5047 bereits direkt nach der Abfahrt von Neufelden, so das es der Lokführer übersah und nur runterbremste, um nachzusehen ob jemand einsteigen möchte, aber nicht anhielt. Der betroffene Fahrgast machte sich allerdings bemerkbar, und der Zug hielt kurz nach der EK neben der Hst. an, und ließ ihn aussteigen.

    Lg Johannes

    Alle Bahnen müssen modernisiert werden und zwar jetzt!