Bahnfahren ist zur Lotterie geworden!

  • Nenne den sieben-Minuten-Anschluss in Hohenau nach Hauskirchen "Unsicherheit" oder "Risiko" statt Lotterie - das ändert aber an der Sache nichts!

    Da die Züge zu über 90% pünktlich sind, wird der Anschluss meist funktionieren.

    Also passt weder Unsicherheit, noch Risiko oder Lotterie.

    Wir sind nicht in Deutschland.

  • Nenne den sieben-Minuten-Anschluss in Hohenau nach Hauskirchen "Unsicherheit" oder "Risiko" statt Lotterie - das ändert aber an der Sache nichts!

    Da die Züge zu über 90% pünktlich sind, wird der Anschluss meist funktionieren.

    Also passt weder Unsicherheit, noch Risiko oder Lotterie.

    Wir sind nicht in Deutschland.

    :thumbup:

    Eisenbahn muss zeitgemäß sein!

  • Mit "meist" ist halt nicht geholfen, wenn man einen wichtigen Termin hat...

    Und wenn genau der Zug verspätet ist, oder irgendwas hat, dann helfen einem die 90% pünktlichen Züge auch nichts.

    Geht mir ehrlicherweise komplett am Allerwertesten vorbei, ob 95% der Züge pünktlich sind, wenn mein Zug eine Verspätung aufreißt und ich dadurch meinen Anschluss nicht erreiche oder meinen Termin nicht einhalten kann.

    Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners.

  • Meine spärlichen Erfahrungen waren halt von Verspätungen geprägt

    beim REX1, der um 16 Uhr losfährt. Aber wer weiß, vielleicht hab ich halt zufälligerweise die paar Züge erwischt, die verspätet sind und sonst sind die meist eh pünktlich.

    Nebenbei, selbst in Deutschland gibt‘s Gegenden, wo‘s lässig zugeht. Das ist aber keine Geschichte, die dir die (West-)deutschen erzählen werden. Es ist eine ostdeutsche Legende :P

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*

  • Nichts gegen die DB, aber das kann es wirklich nicht sein:

    Die Strecke Fröttstädt–Friedrichroda ist die Bahnstrecke in Thüringen, die am meisten von Zugausfällen betroffen ist. Dabei sind im Jahr 2022 54 % aller Fahrten wegen Personalmangel bei DB Netz ausgefallen.

    Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrec…0%93Georgenthal

    Alle Bahnen müssen modernisiert werden und zwar jetzt!

  • Was bitte soll an dieser Aussage unsinnig sein?

    Weils keine Lotterie gibt.

    Das behauptet die Aussage auch gar nicht, um die es hier geht. Sie lautet nämlich: "Anschlüsse haben grundsätzlich zu funktionieren und sollen kein Lotteriespiel darstellen."

    Das sieht der Autor dieser Aussage offensichtlich als Aufforderung an die EVU, den Verkehr möglichst so abzuwickeln, dass die Anschlüsse funktionieren und keine Lotterie sein sollen. Das sehe ich auch so, der Lokalbahner detto, sonst hätte er die Aussage nicht zitiert und der Draisinenfan ganz offensichtlich auch.
    Dein trotziges "Weils keine Lotterie gibt" ist daher fehl am Platz, weil das in diesem Zusammenhang auch niemand behauptet hat.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Meine spärlichen Erfahrungen waren halt von Verspätungen geprägt

    beim REX1, der um 16 Uhr losfährt. Aber wer weiß, vielleicht hab ich halt zufälligerweise die paar Züge erwischt, die verspätet sind und sonst sind die meist eh pünktlich.

    [...]

    Das ist schon auch stark tageszeitabhängig.

    Wiedermal ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Fahrtstrecke Neuhofen Bf > Wels Hbf.

    Die S4 ab Neuhofen/Krems um 07:00 ist fast jeden Tag um ca. 5 min verspätet; das ergibt sich aus dem eingleisigen Stück der Pyhrnbahn bis Nettingsdorf, ist der Gegenzug noch nicht da dann hilfts nix, dann muss der Zug Ri Linz warten.

    Wenn man jetzt den RJ Richtung Salzburg in Linz erwischen will (Planabfahrt 07:30, also eigentlich 6min Umsteigezeit = optimal) geht das meistens in die Hose. Jetzt gibt es seit kurzem zumindest den ICE94 um 07:34 (aber erst seit heute glaub ich). Super wenn man bis Wels fährt, suboptimal falls das Ziel weiter auf der Westbahn Richtung Salzburg liegt, weil der ICE94 biegt in Wels ab Richtung Deutschland. Nächste Chance REX um 07:50 (der ist übrigens auch neu, gabs früher auch nicht). Sind dann auch schon wieder planmäßig 24min Umsteigezeit = außerhalb des empfundenen "Attraktivitätsfensters".

    Ich nehme daher meistens ab Neuhofen den Bus 487 um 07:06 direkt nach Wels Hbf. Zumindest seitdem es den gibt, ist auch erst eine Fahrplanperiode glaub ich. Obwohl es ein Bus ist, bei einem direkten kann mir wenigstens der Anschluss nicht davonfahren :P

    Was ich damit sagen will:

    in der Früh mit vielen Schüler-Fahrgästen und dementsprechend Frequenz auf den Bahnhöfen und Haltestellen reißt der Zug wahrscheinlicher eine Verspätung auf als außerhalb der HVZ, was eh logisch ist. Und zu diesen Zeiten sind die Anschlüsse eher "gefährdet" als außerhalb der HVZ. Und da es auch nicht überall einen Takt hat wie auf der Wiener Stammstrecke, reißt man dann halt schnell eine Umsteigelücke von >10min auf.

    Und eigentlich ist kein Kraut dagegen gewachsen, selbst sehenden Auges nicht. Berücksichtigt man diese "geplante Verspätung" zur HVZ, killt man den Takt, weil der Anschluss fährt weiterhin im Takt, d.h. die Taktlage des Zubringers (in obigem Fall: der S4) muss rückverlegt werden um den Anschluss sicher gewährleisten zu können. Wenn man das nur zur HVZ tut, ist das kein sauberer Takt mehr, der ganztägig immer zur gleichen Minute abfährt.

    Ändert man die Taktlage aber generell (zu allen Tageszeiten) um die HVZ auch zu schaffen, werden die Umsteigezeiten wieder unattraktiv.

    Ein klassisches Dilemma...