[DE] Dachau - Der Kies für den Bahnbau kam per Drahtseilbahn

  • Die Dachauer Geschichtewerkstatt hat sich einem interessanten Thema gewidmet: Vor 110 Jahren wurde der Abschnitt Indersdorf-Altomünster der Bahnstrecke Dachau-Altomünster eröffnet. Bevor jedoch ein Zug fahren konnte, musste die Bahntrasse gebaut werden.

    Dazu schloss Sebastian Aberl, Steinmetzmeister in Altomünster, im August 1912 mit der königlich bayerischen Staatseisenbahnverwaltung einen Vertrag über die Lieferung von Bettungs- und Wegebaukies aus seiner Kiesgrube bei Rudersberg im Norden von Altomünster ab. Die Eisenbahnverwaltung verpflichtete sich, eine Menge von mindestens 10 000 Kubikmeter abzunehmen. Zum Antransport des Kieses hatte sich Aberl verpflichtet, von seiner Kiesgrube bis zu seinem Werksgrundstück an der heutigen Bahnhofstraße eine Drahtseilbahn zu errichten. Die Vereinbarung zwischen Bahn und Aberl sah vor, dass die Drahtseilbahn rechtzeitig fertigzustellen sei, so dass ab 1. Mai 1913 täglich 150 Kubikmeter Kies geliefert werden können.

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