110 Jahre Pressburgerbahn

  • Hainburg: Erinnerung an die Pressburger Bahn

    Erstellt am 07. Juli 2023 | 00:00 Lesezeit: 3 Min


      img-tPliAkSI6CIMrwvH.jpeg Pavla Stefkovicová (Magistrat Bratislava), Taida Ondrovicová (Dolmetscherin), Wolfgang Tobisch (popUP.museum), Roman Delikat (Verein der Freunde des städtischen und öffentlichen Nahverkehrs), Michal Jajcaj und Luboa Kacírek (beide Verkehrsmuseum Bratislava), Martina Sanz und Christian Berger (beide NÖ.Regional).
    Foto: baum_cityregion

    Die einstige „Pressburger Bahn“ wurde vor 110 Jahren in Betrieb genommen. Auf Initiative der „baum_cityregion“ (Stadtregion Bratislava-Umland) erörterten im Hainburger Rathaus Vereine und Organisationen eine Zusammenarbeit im Kultur-und Tourismusbereich.

    Sie war einst die Direktverbindung zwischen Wien und Bratislava: Die Pressburger Bahn war am 1. Februar als elektrifizierte Nahverkehrsbahn nach dem Vorbild der Badner Bahn in Betrieb genommen worden. Im Überlandbereich war die Bahn als Eisenbahnstrecke konzipiert, die städtischen Abschnitte in Wien und Pressburg hatten hingegen den Charakter einer Straßenbahn und endeten direkt in den Stadtzentren. Die Reisedauer betrug etwa zweieinhalb Stunden.

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    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf österreichischer Seite wurde der Schienenabschnitt Wolfsthal – Grenzübergang Berg ab 1946 nicht mehr befahren, die Gleise wurden im Laufe der 50er Jahre abgetragen. Der grenzüberschreitende Betrieb der Bahn hatte somit mit rund 30 Jahren nur eine kurze, aber legendäre Geschichte. Die Trasse der Bahn ist in Niederösterreich zum Großteil erhalten, es handelt sich um die heutige Schnellbahnstrecke S7 von Schwechat nach Wolfsthal, wo die Gleise rund fünf Kilometer vor der Grenze enden.

    Auf Initiative der „baum_cityregion“ fand im Hainburger Rathaus ein Arbeitstreffen von vier Organisationen statt, um Aktivitäten rund um das 110-Jahr-Jubiläum der Bahn im nächsten Jahr zu planen. Die Teilnehmer waren das Eisenbahnmuseum Schwechat, das „popUP.museum“, das Verkehrsmuseum Bratislava und der Verein „Freunde des städtischen und öffentlichen Nahverkehrs“ aus der Slowakei. „Die Pressburger Bahn hat Geschichte mit Potenzial und das Zeug, zum gemeinsamen Kitt für unsere Grenzregion zu werden“, so Christian Berger von „NÖ.Regional“ (NÖ Vertreter in der „baum_cityregion“).

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    Es liegen derzeit mehrere Ideen auf dem Tisch: Von Sonderausstellungen zur Pressburger Bahn, Leihgaben historischer Triebwägen und Waggons der Pressburger Bahn, Nostalgiefahrten auf der noch bestehenden Trasse und einem Rätselspiel bis zu einer Reihe von temporären Outdoorausstellungen.

    Innovativ erscheint das Vorhaben des „popUP.museum“, die vom Fischamender Wolfgang Tobisch entwickelt und vorangetrieben wird. Mit dem popUP.museum, einer Aktion von EU, Land und Gemeinden, sollen historische Orte der Region auf verschiedene Weise wie Ausstellungen oder Events in den Mittelpunkt gerückt werden. „Die Geschichte der Bahn soll durch die Entwicklung eines grenzüberschreitenden Projekts entlang der bestehenden und ehemaligen Trasse der Bahn erlebbar gemacht werden“, erklärt Tobisch. In einem ersten Schritt sei die Umsetzung für den österreichischen Streckenteil geplant. Diese Kooperation soll dazu beitragen, das identitätsstiftende Thema ,Pressburger Bahn´ grenzüberschreitend für den Kultur-und Tourismusbereich nutzbar zu machen“, so Tobisch.

    Allen Ideen gemeinsam ist die Zweisprachigkeit und das Ziel, das Thema für die Bewohnerinnen und Bewohner der Grenzregion interessant zu gestalten. Die Verwirklichung wird nicht zuletzt von den verfügbaren Förderungen abhängen. Weitere Treffen sind geplant.

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    Quelle:

  • Aktionstag:

    Hainburg: 110 Jahre Pressburger Bahn

    Erstellt am 23. April 2024 | 08:00

    Hainburg Pressburger Bahn

    Die Pressburgerbahn in Hainburg (am Foto links der Wasserturm). Foto: Gästeinfobüro Hainburg

    Im Stadtmuseum Wienertor widmet sich eine Ausstellung der Geschichte der Bahn. Saisoneröffnung ist am Samstag, 27. April, um 10 Uhr. Am Aktionstag Stadtmauerstädte, 28. April, wird ein Rundgang um 14 Uhr in Hainburg über interessante Geschichten und Fakten zur Bahn informieren.

    Vor 110 Jahren, im Februar 1914, ging die direkte elektrische Eisenbahnverbindung zwischen der Residenzstadt Wien und Pressburg - damals zum Königreich Ungarn gehörend, heute Bratislava -in Betrieb. Die einfache Fahrt dauerte etwa zweieinhalb Stunden, und Wiener und Pressburger besuchten die jeweils andere Stadt gerne zum Einkaufen oder für Theaterbesuche. Die Errichtung des Eisernen Vorhanges nach 1945 bedeutete das Ende der beliebten Verbindung.

    Im Museum im Wienertor ist ab Samstag, 27. April, die aktuelle Ausstellung „Eisenbahnmodelle der Pressburger Bahn“ zu sehen. Die Schau umfasst mehr als 500 Modelle, die von Sammler Josef Hartberger zur Verfügung gestellt worden waren. Ebenfalls neu: die Sonderausstellung für die Saisonen 2024 und 2025 mit dem Titel „50 Hainburger Erinnerungsstücke". Sie umfasst 50 Gegenstände, vom Straßenschild bis zur Offiziersmütze, die in der Stadt „Geschichte gemacht“ haben.

    „Am Aktionstag Stadtmauerstädte am 28. April wollen wir neben der Ausstellung auch mit unterhaltsamen Bahngeschichten und interessanten Fakten auf das 110-jährige Jubiläum aufmerksam machen“, kündigt Willi Beck vom Gästeinfobüro Hainburg an. Bei einem Rundgang durch Hainburg am Aktionstag steht die Pressburger Bahn im Mittelpunkt. Treffpunkt: um 14 Uhr beim Wienertor. Die Teilnahme an der Führung ist am 28. April für alle Hainburger und Besucher kostenlos.

    Das Museum ist dann während der Saison jeden Sonn- und Feiertag von 12.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet.

    Weitere Infos und Reservierungen im Gästeinformations-und Tourismusbüro Hainburg in der Ungarstraße 3 telefonisch unter 02165/61 111 400 oder unter info@hainburg-donau.gv.at, http://www.hainburg.at/infobuero oder http://www.wienertor.at