Ab September dreimonatige Sperre der Kamptalbahn

  • Freitag, 25 August 2023 11:00

    Österreich: Intensivphase bei Modernisierung der Kamptalbahn

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    Fotos Paul Gregor Liebhart, ÖBB, Christopher Seif.

    Im Vorjahr wurden auf der Kamptalbahn die Arbeiten für eine umfassende Modernisierung gestartet. Eine intensive Phase beginnt jetzt Anfang September 2023, dafür wird die gesamte Strecke von Hadersdorf bis Sigmundsherberg rund drei Monate lang gesperrt sein.

    hadersdorf bf. gleis steg 1 © öbb, christopher seifhadersdorf bf. gleis © öbb, christopher seif

    Fotos: ÖBB, Christopher Seif.

    Auf der Kamptalbahn werden umfangreiche Modernisierungsarbeiten durchgeführt, um einerseits die Kapazitäten erhöhen zu können und andererseits mehr Menschen zum Bahnfahren zu motivieren. Mit den ersten Arbeiten wurde bereits vor ungefähr einem Jahr begonnen und auch der Umbau des Bahnhofs Hadersdorf/Kamp läuft bereits seit dem Vorjahr und befindet sich aktuell in einer Intensivphase mit einem Schienenersatzverkehr zwischen Etsdorf-Straß und Krems/Donau bis Montag, 04.09.2023.

    Noch in diesem Sommer beginnt die nächste intensive Bauphase entlang der gesamten Kamptalstrecke mit der Umsetzung zahlreicher Maßnahmen von Langenlois bis Horn – diese reichen von Gleis- und Weichen- sowie Bahnsteigerneuerungen über Streckensanierungsarbeiten, der Neuerrichtung und Instandhaltung von Durchlässen und Entwässerungsanlagen und diversen Kabelarbeiten bis zu Umbaumaßnahmen an Eisenbahnkreuzungen und Brückeninstandhaltungsarbeiten.

    Im Mittelpunkt der Tätigkeiten stehen vor allem die Bahnhöfe Horn und Langenlois:

    • Umbau Bf. Horn

    • Modernisierung des Bahnhofs

    • Abbau und Neuverlegung von ca. 1600m Gleisen

    • Neuer 160m langer Mittelbahnsteig mit durchgehendem Blindenleitsystem

    • Bodenverbesserung, für eine stabile Gleislage

    • Entwässerung des Gleis- und Bahnsteigbereichs

    • Herstellung von Signalen für die Zugsicherung samt aller dafür benötigten Kabelwege und Fundamente

    • Umbau Bf. Langenlois

    • Erneuerung der Gleis- und Weichenanlagen

    • Herstellung eines barrierefreien Mittelbahnsteiges mit 100m Länge

    • Herstellung der Entwässerung des Gleis- und Bahnsteigbereichs inkl. Sickerbecken

    • Herstellung von Signalen für die Zugsicherung samt aller dafür benötigten Kabelwege und Fundamente

    • • Umbau Eisenbahnkreuzung „Bahnstraße“

    • Umbau Durchlässe

    • Umbau Zugangsbereich Haltestelle Zöbing

    Um einen möglichst raschen und sicheren Bauablauf zu gewährleisten, ist eine mehrmonatige Streckensperre erforderlich und es wird ein Schienenersatzverkehr für alle Verbindungen über die Kamptalbahn zwischen Sigmundsherberg und Hadersdorf am Kamp bzw. bis Krems an der Donau von 4. September, 01:30 Uhr, bis 10. Dezember 2023, 01:00 Uhr, eingerichtet.

    Die Züge auf der Franz-Josefs-Bahn zwischen Krems – Absdorf/Hippersdorf – Wien FJB fahren planmäßig und sind vom Schienenersatzverkehr nicht betroffen.

    Pressemeldung ÖBB

    https://www.lok-report.de/news/europa/it…amptalbahn.html

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Der ORF NÖ meldet sich zur dreimonatigen Sperre der Kamptalbahn auch zu Wort:

    Kamptalbahn: Akkuzüge statt Elektrifizierung

    Die im Vorjahr gestarteten Bauarbeiten entlang der Kamptalbahn gehen in die intensive Phase. Ab Anfang September wird die Strecke zwischen Hadersdorf (Bezirk Krems) und Sigmundsherberg (Bezirk Horn) gesperrt. Eine Elektrifizierung dürfte vom Tisch sein.

    Online seit heute, 7.13 Uhr

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    Interessant ist u. a. folgende Aussage:

    Zitat von ORF NÖ

    Geplant ist zwar nach wie vor eine Elektrifizierung des fehlenden Teilstücks zwischen Herzogenburg (Bezirk St. Pölten) und Krems. Auch hier wird aber mittlerweile überlegt, auf Akkuzüge zu setzen.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Wäre echt toll, wenn es mit Akkus klappt. Herzogenburg nach Krems würde ich aber trotzdem elektrifizieren, damit im Notfall als Backup tauglich. Fraglich ist aber, ob die Tunnelhöhe vor Göttweig ausreicht.

  • Herzogenburg - Krems wäre vor Allem wegen des Güterverkehrs zu elektrifizieren.

    Und als Lückenschluss zwischen Herzogenburg und Krems sowieso. Allerdings könnte man mit dem Lückenschlussargument die Elektrifizierung der Kamptalbahn auch argumentieren, sowie auch im Interesse des GZ-Umleiterverkehrs im Falle einer FJB-Sperre zwischen Sigmundsherberg und Absdorf-Hippersdorf.

    Jedenfalls erachte ich Elektrifizierungen der genannten Strecken als sinnvoller als die Elektrifizierung der oö. Donauuferbahn. Aber da sieht man halt schon, wie unterschiedlich die interessenslagen der jewiligen Länder sind.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Und als Lückenschluss zwischen Herzogenburg und Krems sowieso.

    Ist in Openrailwaymap auch schon so als Projekt hinterlegt.

    Allerdings kann ich mir einen GZ-Verkehr wirklich nur im Notfall vorstellen, denn sonst müsste man die Bahnstrecke an etlichen Stellen runderneuern (mit Begradigungen).

    Ich würde es aber für sinnvoller erachten, wenn man den PV auch tagsüber im Halbstundentalk anbieten würde.

    Und vielleicht noch eine Beschleunigung, denn 35 Minuten für die 29 km sind auch nicht wirklich zeitgemäß.

    Nehme aber an, dass neue Akku Züge auch ohne Umbauten schneller unterwegs sein werden.

  • Die Elektrifizierung würde vor allem dem planmäßigen Güterverkehr zugutekommen!

    Wie zum Beispiel der DG 55916 (Krems - Linz Vbf) - Hier könnte man dann ab Krems mit einer E-Lok fahren, denn für den Lokwechsel steht der Zug derzeit eine gute Stunde in St.Pölten.