Neues Buch: Als die „Schwarze Bahn“ durch Fischamend rollte

  • Erstellt am 26. September 2023 | 08:00 Lesezeit: 2 Min

    MP Mario Pichler  

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    Der Bahnhof in Fischamend etwa im Jahre 1920. Damals war die Station in der Klein-Neusiedlerstraße verortet.

    Foto: Rudolf Ster


    Autor Franz Haas wird am 5. Oktober sein Buch „Die Lokalbahn Schwechat-Fischamend-Mannersdorf“ über die bewegte Vergangenheit der Zugverbindung vorstellen. Organisiert wird die Veranstaltung im Pfarrsaal vom Historikerverein ILF und der Stadtgemeinde.

    „Es gibt viele Eisenbahninteressierte in Fischamend und Umgebung“, weiß Rudolf Ster, Präsident der Interessensgemeinschaft Luftfahrt Fischamend (ILF). Aus diesem Grund haben sich der Historikerverein und die Stadtgemeinde Fischamend entschlossen, am 5. Oktober eine Präsentation des Buches „Die Schwarze Bahn - Die Lokalbahn Schwechat-Mannersdorf“ zu organisieren. „Es ist alles auf Schiene. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, wir müssen nur noch aufbauen und die Präsentation abhalten“, lässt Ster wissen.

    Der ILF-Obmann wird im Rahmen der Veranstaltung, die um 19 Uhr startet, gemeinsam mit Buchautor Franz Haas, seines Zeichens Experte für Eisenbahngeschichte, in einer Lichtbilderschau die Geschichte dieser einst bedeutenden Bahnstrecke ab 1884 präsentieren. Die „Schwarze Bahn“ war nicht nur eine wichtige Verbindung zur Landeshauptstadt Wien, sondern auch essenziell für Betriebe und Fabriken des Fischamender Fliegerarsenals von 1909 bis 1918. Jene Infrastruktur ermöglichte es, Erzeugnisse in die gesamte Monarchie zu versenden.

    Das Fortbestehen der Lokalbahn wurde durch mehrere Ereignisse geprägt: Mehrere Besitzerwechsel, der Niedergang in der Wirtschaftskrise der 1930er, ein kurzes Wiederaufleben im Zweiten Weltkrieg und die Herausforderung des Kaputtsparens danach. Beispielsweise wurde der Personenverkehr aus wirtschaftlichen Gründen frühzeitig eingestellt. Dennoch existiert die Nebenstrecke bis heute.

    Weiters wird in der Präsentation versucht, die orts- und zeitgeschichtlichen Ereignisse zu beleuchten, die einen direkten oder indirekten Bezug zur Eisenbahnstrecke haben. Das 2021 erschienene Werk von Haas kann auch vor Ort erworben werden. Das Event wird im Rahmen des Projektes „ZukunftGeschichteMuseum“ abgehalten.