Güterzug in Oberösterreich teilweise entgleist

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    Fünf Monate nach Zug-Unfall Wasser weiter unrein

    Fünf Monate nach Zug-Unfall Wasser weiter unrein
    Alarm schlägt der Welser Stadtvize Klaus Schinninger. Nach der Engleisung eines Güterzuges im Verschiebebahnhof im September wundern sich viele ...
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    10.02.2024 10:00

    Die Zugentgleisung im September beschäftigt in Wels weiterhin viele Anrainer. Das Grundwasser ist verschmutzt. (Bild: Stadt Wels/laumat.at)

    Die Zugentgleisung im September beschäftigt in Wels weiterhin viele Anrainer. Das Grundwasser ist verschmutzt.

    (Bild: Stadt Wels/laumat.at)

    Alarm schlägt der Welser Stadtvize Klaus Schinninger. Nach der Engleisung eines Güterzuges im Verschiebebahnhof im September wundern sich viele Anrainer über Bohrungen im Stadtteil Pernau. Es riecht auch seltsam. ÖBB und Magistrat bestätigen nach Schinninger Intervention die Verunreinigung im Wassser.

    Auch fünf Monate nach der Entgleisung eines Güterzugs mit Gefahrgut im Welser Verschiebebahnhof können viele Anrainer nicht ruhig schlafen. „Sie beobachten laufend Arbeiten und Bohrungen. Sie sind dadurch stark verunsichert, weil sie kaum informiert werden“, forderte SP-Stadtvize Klaus Schinninger die ÖBB und den Magistrat der Stadt zu einem Update auf.

    Der Welser Vizebürgermeister Klaus Schinninger von der SPÖ fordert Aufklärung.  (Bild: Markus Wenzel)

    Der Welser Vizebürgermeister Klaus Schinninger von der SPÖ fordert Aufklärung. (Bild: Markus Wenzel)

    „Das ist bereits passiert. Ein Brief an 3000 Haushalte wurde verschickt“, heißt es dazu aus der ÖBB-Zentrale. Das Schreiben müsse schon im Briefkasten liegen.

    Styrol im Erdreich
    Inhalt: Beim Unfall gelang der Kohlenwasserstoff Styrol ins umliegende Erdreich.Aktuell betrifft die Verunreinigung des Grundwassers den Bereich zwischen Verschiebebahnhof und Mühlstraße mit rund hundert Haushalten. Da Styrol äußerst geruchsintensiv ist, kann es bereits bei geringer Konzentration als störend wahrgenommen werden.

    Brunnen könnten betroffen sein
    Haushalte mit eigenen, regelmäßig verwendeten Nutzwasserbrunnen (z.B. für Wasser-Wasser-Wärmepumpe) können davon betroffen sein. Die im Auftrag der Behörde durchgeführten Messungen der Styrolkonzentration in Innenräumen mehrerer Objekte zeigten keine Überschreitung der maßgeblichen Grenzwerte.

    Den betroffenen Anrainer wird empfohlen, entsprechende Räumlichkeiten regelmäßig zu lüften. Auswirkungen auf Rohre und Geräte, die mit Grundwasser in Kontakt sind, können zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden.

    Sanierung wird sich ziehen
    Die komplizierte Sanierung wird noch einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Bis auf zwei Objekte sind alle betroffenen Haushalte an die Ortswasserleitung angeschlossen. Für die zwei Gebäude wurde eine temporäre Wasserversorgung errichtet.