Aktuelles von der Ybbstalbahn-Bergstrecke

  • Radfahrer und Fußgänger statt dem Ötscherlandexpress – Gaming und Lunz fordern effektive Lösung für Bahntrasse.

    Erstellt am 16. April 2023

    Rund um die Pläne der Sanierung des Kienberger Bahnhofes ist derzeit Stillstand eingetreten. „Die Gespräche diesbezüglich liegen auf Eis“, berichtet Bürgermeisterin Renate Rakwetz bei der jüngsten Gemeinderatssitzung den Gemeinderatsmitgliedern. Derzeit sei generell fraglich, ob die NÖLB die Strecke weiter betreiben will. „Sollte die Strecke vom Verein nicht weiter betrieben werden, dann setzen wir uns dafür ein, dass hier statt der Schienen ein Radweg zwischen Lunz und Gaming entsteht“, meint Rakwetz. Die Bürgermeisterin und Vizebürgermeister Andreas Fallmann haben diesbezüglich mit dem Landschaftsarchitekten Alois Graf schon mal eine Begehung der möglichen Trasse durchgeführt. „Da stehen wir aber noch ganz am Anfang, denn wie sich herausgestellt hat, ist ein Rad- und Gehweg an einigen Stellen nicht bewerkstelligbar, da wäre eine Straßenverlegung an einigen Stellen notwendig.“

    Der Sport- und Tourismusausschuss würde laut Gemeinderätin Charlotte Weber eine solche Lösung auf jeden Fall begrüßen: „Wir hätten als Gemeinde sicherlich mehr davon und sprechen uns dafür aus, das Projekt mit Nachdruck zu verfolgen.“

    Die Strecke, auf dem der Ötscherexpress alljährlich im Sommer Touristen von Kienberg nach Lunz am See befördert, ist sanierungsbedürftig, daran gibt es keinen Zweifel. Ein besonderer Schandfleck ist jedoch der Bahnhof in Kienberg. Hier lagern alte Waggons, rostige, bereits abgetragenen Bahnschwellen und jede Menge Schrott. „Wenn die gelagerten Bahnschwellen nicht bis Ende August weggeräumt werden, dann werden wir den Fall an die Bezirkshauptmannschaft übergeben“, erklärt die Bürgermeisterin, die sich auch bereits mit dem Bürgermeister der Nachbargemeinde Lunz am See abgesprochen hat.

    „Wir sind natürlich ebenfalls an einer raschen Lösung interessiert, zumal die Kündigungsfrist beim bestehenden Prekariatsvertrag ein Jahr einzuhalten ist. „Bis hier etwas weitergeht, wird es also noch einige Zeit dauern“, meint Bürgermeister Josef Schachner.

    Karl Becker, Geschäftsführer der NÖLB, der Niederösterreichische Lokalbahnen Betriebsges.m.b.H., sieht den Plänen der beiden Bürgermeister ausschließlich gelassen gegenüber. „Dieses Ansinnen gibt es schon einige Zeit und kann für uns maximal Plan B bedeuten. Fakt ist, dass wir uns derzeit schon mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison befinden.“ Diese beinhaltet neben dem Check von Lok und Waggons auch einen Testlauf zum Austausch der Altschwellen auf Stahlschwellen. „Dieser Testlauf wird Ende Mai auf einem kurzen Streckenabschnitt stattfinden. Danach ist ab Herbst die Sanierung der gesamten Strecke auf drei Etappen geplant.“


    img-jc5YsZjFoA18CES6.jpeg Kein schöner Anblick: Am Bahnhof in Kienberg stehen schon seit Jahren alte Waggons, die dem Verfall ausgeliefert sind.
    Foto: Claudia Christ, Claudia Christ


  • Man sollte die Bürgermeisterin auf eine Exkursion nach Strasshof oder Ampflwang mitnehmen, um zu sehen, was richtiger Eisenbahnschrott ist.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Vorerst nur kurz: Wieder so ein typisches Trauerspiel der österreichisches Nostalgie/Museums/Eisenbahnszene.

    Man sollte die Bürgermeisterin auf eine Exkursion nach Strasshof oder Ampflwang mitnehmen, um zu sehen, was richtiger Eisenbahnschrott ist.

    Der Schrott neben der Bundes(Landes)straße ist wirklich kein Augenweide!

  • Das Problem wird halt wahrscheinlich sein, dass das einen Haufen Geld kostet und der Verein das Geld halt nicht haben wird bzw. die Ortskaiser, die Bahn weg haben wollen.

    Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners.

  • Das weiß ich nicht.

    Ich kann mir aber vorstellen, dass die Sanierung einen Haufen Geld kostet und der Verein das halt nicht stemmen kann. Das Land NÖ wird sicherlich nicht alleine die Finanzierung stemmen, sonst hätte man die Bahn ja nie eingestellt.

    Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners.

  • Das Foto im Eröffnungsbeitrag und im Vorposting täuscht einen Zustand vor, der nicht den Tatsachen entspricht, da es aus demJahr 2019 stammt. Als ich im August 2021 dort war, standen diese Fahrzeuge dort nicht herum.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor