Raaberbahn Turbulenzen

  • Raaberbahn: Empörung über Abberufung von Dellemann
    Hana Dellemann ist seit Monatsanfang nicht mehr Mitglied im Management der Raaberbahn – das hat das ungarisch-österreichische Unternehmen am Mittwoch auf…
    burgenland.orf.at


    Raaberbahn: Empörung über Abberufung von Dellemann

    Hana Dellemann ist seit Monatsanfang nicht mehr Mitglied im Management der Raaberbahn – das hat das ungarisch-österreichische Unternehmen am Mittwoch auf Nachfrage des ORF Burgenland offiziell bestätigt. Über die genauen Hintergründe ist vorerst nichts bekannt, das Verkehrsministerium spricht von einem rechtswidrigen Vorgehen.

    Online seit heute, 16.52 Uhr

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    Mit Jahresanfang 2017 übernahm Dellemann die Leitung der Zweigniederlassungen der Raaberbahn in Wien und Wulkaprodersdorf und wurde auch stellvertretende Generaldirektorin des ungarisch-österreichischen Unternehmens. Seit 2. November ist das nicht mehr so. Der übrige Vorstand habe die Tätigkeitsbereiche von Dellemann übernommen, hieß es in einer knappen Stellungnahme des Unternehmens gegenüber dem ORF Burgenland. Gründe für die Suspendierung Dellemanns wurden nicht genannt. Dellemann selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

    Die Raaberbahn Aktiengesellschaft gehört zu knapp 66 Prozent dem ungarischen Staat, etwas mehr als 28 Prozent hält die Republik Österreich – knapp über sechs Prozent die STRABAG. In Österreich befördert das Unternehmen jedes Jahr rund 1,9 Millionen Fahrgäste.


    Verkehrsministerium will Vorgang „rechtlich bekämpfen“


    Auf die überraschende Abberufung hat nun auch das zuständige Ministerium für Verkehr und Klimaschutz reagiert: „In einer einseitig einberufenen Hauptversammlung wurde Anfang November auf Betreiben der ungarischen Eigentümerseite grundlos die Leiterin der österreichischen Zweigniederlassungen, Hana Dellemann, abberufen. Das Klimaschutzministerium hält diese Vorgehensweise für falsch und rechtswidrig. Die einseitige Abberufung widerspricht den gesellschaftsrechtlichen Verträgen. Die Republik Österreich wird daher diese Vorgehensweise rechtlich bekämpfen.“

    Die Raaberbahn bestehe seit mehr als 150 Jahren und sei stets „ein Garant für einen verlässlichen öffentlichen Verkehr in der Region“, so das Ministerium weiter. Das Klimaschutzministerium habe in den letzten Jahren viel in das Streckennetz und in moderne Fahrzeuge investiert. „Die einseitige, widerrechtliche Abberufung hat offenbar zum Ziel, in seit jeher bestehende und unbestrittene Rechte der Republik Österreich auf Führung des österreichischen Betriebsteils einzugreifen. Diese Vorgehensweise kann Österreich schon alleine im Interesse des österreichischen Staatsvermögens nicht hinnehmen“, hieß es in der Stellungnahme.

    Auf den laufenden Betrieb oder den Zugverkehr haben diese Differenzen aber keinen Einfluss, alle Züge fahren weiter wie geplant.

    red, burgenland.ORF.at

    Einmal editiert, zuletzt von 1050.01 (15. November 2023 um 18:21)

  • Man muss ja nicht direkt vergeben, und die/der letzte Ventus wurde von der "Verkehrsinfrastruktur Burgenland GmbH" gekauft, und wir müssen nicht 400-500 Millionen in die Schleife Ebenfurth investieren. Wenn sich Investitionen aus Steuergeldern nicht besichern lassen, sind sie nicht zu tätigen.

  • Die Schleife Ebenfurth dient aber hauptsächlich einer Fahrzeitverkürzung nach Eisenstadt, auch vor dem Hintergrund einer Wulkaschleife, die wohl irgendwann kommen wird.

    Wird beides eigentlich komplett von den ÖBB finanziert?

    Soweit ich mich erinnere wird der Infrastruktur-Übergangspunkt bei Ebenfurth genau in der Mitte der zu errichtenden Brücke liegen, kann mich aber auch täuschen, muss ich nochmal nachlesen.

    You, who are indifferent to the misery of others, it is not fitting that they should call you a human being. ~ Saadi Shirazi

  • und wir müssen nicht 400-500 Millionen in die Schleife Ebenfurth investieren. Wenn sich Investitionen aus Steuergeldern nicht besichern lassen, sind sie nicht zu tätigen.

    Ich denke schon, dass man in eine zeitgemäße Anbindung einer Landeshauptstadt investieren sollte.

    Da gibt es sicher weit weniger wichtigere Projekte für die Budget bereitgestellt wird.

  • Aufgrund der Einwohnerzahl von Eisenstadt hat das absolut keine Priorität! Die Anbindung von Eisenstadt ist ein reines Politikum und keine auf sachlichen Grundlagen basierende Verkehrsplanung. Die Pendler nach Wien kommen nicht aus

    Eisenstadt!

  • Aufgrund der Einwohnerzahl von Eisenstadt hat das absolut keine Priorität! Die Anbindung von Eisenstadt ist ein reines Politikum und keine auf sachlichen Grundlagen basierende Verkehrsplanung. Die Pendler nach Wien kommen nicht aus

    Eisenstadt!

    Da kann man vorsichtig zustimmen!