[CZ] Protest gegen Umbau des Prager Hauptbahnhofs

  • DAS wird ein schöner und moderne Bahnhof!
    Die Tschechen haben offensichtlich gerade ein Händchen für gute Modernisierungen.

    Ja, vor vor allem weil:

    * die historischen Gebäude bleiben (samt der Infrastruktur wie Kioske, Personenkassen, (beheiztem) Warteraum, WC's, etc...) zur Gänze erhalten und werden mit saniert.

    * die neuen Gebäude entstehen hinter den ursprünglichen Gebäuden womit das Ortsbild nicht bzw nicht wesentlich zerstört wird!

    * dadurch bleibt auch der direkte Zugang von den Bahnsteigen zur Straßenbahn erhalten

    * es gibt dafür neue Ausgänge auf der Rückseite des Bahnhofs womit sich nun auch der Fußweg von den Bahnsteigen vom Masarykbahnhof zum Hauptbahnhof wesentlich verkürzt (man braucht zukünftig nur noch durch die Opletalova gehen)!

    Ps.: während hierzulande die Schnellbahnbögen zwischen Wien Mitte und Wien Praterstern abgerissen werden wurde in Prag (um zugegeben sehr viel Geld) das Negrelliviadukt mustergültig saniert :thumbup:

  • Ich bin grundsaetzlich, was Wettbewerbe anbelangt, einer Meinung mit Dir. Nur sind gefuehlt bei jedem 10. Projet von vornherein irgendwelche Interessen im Spiel, die den Wettbewerb dominieren und einen Vollholler als Ergebnis haben. Viele dieser Projekte sterben dann gottseidank eh.

    Natürlich ist der Auslober daran interessiert, bei einem Architektenwettbewerb seine Vorstellungen einzubringen, allerdings in erster Linie bezüglich der Funktionalität und erst in zweiter Linie bezüglich der architektonischen Ausgestaltung. Gerade darum geht es hier in der Diskussion und daher finde ich es besonders wichtig, dass es bei Vorhaben dieser Größenordnung einen europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerb gibt und das Projekt nicht über einen Generalunternehmer abgewickelt wird, der sich den Architekten aussucht, denn dort ist die Miitemäßigkeit zu Hause und nicht bei jenen Architekten, die sich bei so einem Wettbewerb durchsetzen.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Ich bin grundsaetzlich, was Wettbewerbe anbelangt, einer Meinung mit Dir. Nur sind gefuehlt bei jedem 10. Projekt von vornherein irgendwelche Interessen im Spiel, die den Wettbewerb dominieren und einen Vollholler als Ergebnis haben. Viele dieser Projekte sterben

    Es gibt Projekte, da wurde ueberhaupt nicht nachgedacht, von der Politik unsinnige Vorgaben gegeben oder es wird irgendwelchen Interessensgruppen auf Steuerzahkerkosten Profit zugeschanzt. Rastatt und S21 sind so Projekte in ganz grossem Masstab und dieses Projekt ist es ganz offensichtlich auch

    Kann es auch sein, dass es um eine Konkurrenz Brno und Praha geht?

  • Ps.: während hierzulande die Schnellbahnbögen zwischen Wien Mitte und Wien Praterstern abgerissen werden wurde in Prag (um zugegeben sehr viel Geld) das Negrelliviadukt mustergültig saniert :thumbup:

    Im Nettoempfängerland Tschechien macht die EU viel Geld locker. Keine Bahnbaustelle ohne Hinweis auf EU-Regionalförderung. ;)

    Für den Bahnhof Hütteldorf scheint es das nicht zu geben. :(

  • DAS wird ein schöner und moderne Bahnhof!
    Die Tschechen haben offensichtlich gerade ein Händchen für gute Modernisierungen.

    Ja, vor vor allem weil:

    * die historischen Gebäude bleiben (samt der Infrastruktur wie Kioske, Personenkassen, (beheiztem) Warteraum, WC's, etc...) zur Gänze erhalten und werden mit saniert.

    * die neuen Gebäude entstehen hinter den ursprünglichen Gebäuden womit das Ortsbild nicht bzw nicht wesentlich zerstört wird!

    Das ist ein Nice-to-have. Mehr nicht.

  • und erst in zweiter Linie bezüglich der architektonischen Ausgestaltung.

    Allerdings nur, wenn sich nicht gerade jemand ein Denkmal setzen will oder Ähnliches. Ausserdem sucht man sich schon die richtigen Leute für die Jury aus. Man weiss ja von vornherein tendeziell, welcher Architekt sich um Denkmalschutz bemüht und welcher drauf sch****t und von Vornherein für "Totalsanierung" ist.

    Und das Ergebnis dieses Wettbewerbes ist genau das, ein weithin sichtbares "Denkmal". Wenn es als Solches wenigstens die Qualität von Liège-Guillemins hätte. Aber davon ist der Entwurf ja auch meilenweit entfernt.

  • Ich werde da oft das Gefuhl nicht los dass die EU-Förderungen in Österreich schlichtweg nicht so kommuniziert werden, so als ob man sich schämen würde dafür...

    Bei EU Förderungen ist der Verweis darauf zwingend.

    Ich glaube eher, dass es bei uns weniger Förderungen gibt weil

    a) unsere Infrastruktur besser ist und

    b) wir Nettozahler sind

  • Und das merkt man auch, jetzt erst will man in Prag die Infrastruktur so richtig auf Vordermann bringen, die Stationen sind oft nicht besonders einladend jenseits vom Hauptbahnhof…

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*

    Einmal editiert, zuletzt von J-C (3. Dezember 2023 um 20:23)