NIB Neue Innkreisbahn

  • .... wobei ich da schon auch ein bissl das Gefühl habe, daß dieses Projekt dem Vorwahlkampf geschuldet ist...

    Vorher war das nie wirklich Thema, drum wird auch keiner wirklich bös sein wenns nicht kommt, es würde aber halb Österreich eine schnelle Verbindung nach München ermöglichen (was dem durchschnittlichen Österreicher wichtiger ist als eine schnellere Verbindung nach Budapest, Bratislava oder gar Bukarest...)

    Hätte man die Reschenbahn als Wahlzuckerl reingenommen hätte die Zustimmung sich auf das Tiroler Oberland beschränkt, und wenns dann doch nicht kommt hätte mans dort der Politik nie verziehen...

  • Das wird sich zeigen, wir haben erstmal einen Strich in der Gegend und es ist noch gar nicht fix, wie die Trasse genau ausschauen wird.

    Und ob sie in den nächsten 40 Jahren überhaupt realisiert wird?

    In den deutschen Medien finde ich keine Hinweise, dass man daran interessiert ist;)

    Tatsache ist, dass in Bayern die Strecke bis Mühldorf und Simbach elektrifiziert und teilweise beschleunigt wird.

  • Die NIB könnte vielleicht etwas ändern, aber ich glaube nicht in dem Bereich.

    Ausschließen kann man nix, das wissen auch die ÖBB-Strategen.

    Nur, wenn mal die Akku-Züge laufen und sich bewähren und die NIB nicht eine (irgendeine bedeutende Zahl:) 500 %-ige Steigerung der Passagierzahlen beschert - wie gesagt, neben der Hausruckviertel-Haltestelle ist Wels von Attnang-Puchheim/Vöcklabruck aus gesehen die nächste Haltestelle und in ~15 Minuten erreichbar -, bleibt eine Elektrifizierung unwahrscheinlich. Gegen die Strecke ist die Donauuferbahn wohl ein Massentransportmittel.

    In dem oben verlinkten PDF sind ja auch nur gut besuchte Strecken zur Elektrifizierung angegeben, der Rest wird mit Akku betrieben, weil's billiger kommt. Dann hätt ma damit irgendwann 100 % verstromte Bahn.

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasAS (18. Februar 2024 um 17:52)

  • Sinn würde es bei entsprechender Verknüpfung für den Güterverkehr machen. Man könnte dann ohne Stürzen München - Mühldorf - Ried - Attnang fahren.

    Und dann zum Beispiel weiter nach Lenzing. Die kriegen einen Teil ihres Holzes aus Deutschland (damals Ausgangsbahnhof Darmstadt). Das steht zumindest in der Güterverkehrsbroschüre, deren Lektüre ich allen empfehle.

  • In den deutschen Medien finde ich keine Hinweise, dass man daran interessiert ist

    Im Verkehrsforum Berchtesgadener Land sind einige Kommentare zum "Zielnetz 2040 - Hochleistungsbahn Wien - München" zu finden.

    Zitat 1:

    Die Wiener träumen offenbar von einer Eisenbahnschnellverbindung Wien – München über eine Neubaustrecke durch das Innviertel. Ausweislich der Karte soll diese Verbindung anscheinend auch nicht über Braunau-Simbach führen, vielmehr wird auch eine Neubaustrecke in Deutschland, eventuell über eine Anbindung an die ABS 38, angedacht. Das erscheint aus deutscher Sicht schon sehr fantastisch, vielmehr wird man froh sein dürfen, wenn angesichts der akuten Finanznot im Bundeshaushalt die ABS 38 einschließlich der letztes Jahr in dieses Projekt integrierten Elektrifizierung nach Simbach noch verwirklicht wird, mehr ist in Deutschland sicher nicht drin. Ich meine deshalb, dass die Salzburger weiterhin ruhig schlafen können Dr. Karl Bösenecker

    Zitat 2:

    zu sehr sollen sich die Salzburger nicht ausruhen. Für Wien - München würde eine Neubaustrecke Wels – Ried genügen, der Rest könnte mit Ausbau vorhandener Strecken bewerkstelligt werden. Und wenn die in Köstendorf und vielleicht andere den Ausbau Attnang – Salzburg erfolgreich verzögern bleibt sogar Geld übrig. Erwin Pamp

    Zitat 3:

    M.W. nach sind die aktuellen Überlegungen einer NBS durch das Innviertel natürlich mit Deutschland abgestimmt und vor allem der Tatsache geschuldet, dass in Salzburg innovative Verkehrsprojekte kaum realisierbar sind……Die „Magistrale“ brauch also Alternativen und bei entsprechendem Rückenwind kann es durchaus schnell gehen….! Gunther Mackinger

    Weitere Meinungen siehe Verkehrsfgorum BGL.

    Anmerkung: Ich wollte, ich könnte den Optimismus von Gunter Mackinger teilen!