Symposion "Mobilität Wachau"

  • Das internationale Symposion „Mobilität Wachau mit Tradition und Innovation“ am 20. März 2024 weckte mit knapp 200 Teilnehmenden großes Interesse. Experten aus dem Bereich Weltkulturerbe und Bahnmobilität referierten über Wege, wie sich zeitgemäße Mobilität mit den Anforderungen einer Kulturlandschaft vereinbaren lassen. Die Möglichkeit, sich selbst mit Sonderzügen der Wachaubahn ein Bild zu machen, wurde auch sehr positiv aufgenommen.

    Mobilität in der Wachau muss neu gedacht werden

    Erstellt am 18. April 2024 | 11:00

    Symposion Mobilität Wachau mit Tradition und Innovation

    Auch Vertreter der Regionalpolitik machten sich an Ort und Stelle ein Bild: Aggsbachs Bürgermeister Rainer Toifl, die Universitätsprofessoren Christian Hanus (Organisator) und Wolfgang Rohrbach (Präsident von Europa Nostra Austria, Krems), der Kremser Baudirektor Reinhard Weitzer, Weißenkirchens Bürgermeister Christian Geppner, sein Dürnsteiner Amtskollege Johann Riesenhuber und Emmersdorfs Ortschef Richard Hochratner (von links).

    Foto: Martin Kalchhauser

    Unter reger Beteiligung wurden im Symposion „Mobilität Wachau mit Tradition und Innovation“ viele Facetten des Regionalverkehrs von international führenden Experten beleuchtet.

    Das internationale Symposion „Mobilität Wachau mit Tradition und Innovation“ am 20. März 2024 weckte mit knapp 200 Teilnehmenden großes Interesse. Experten aus dem Bereich Weltkulturerbe und Bahnmobilität referierten über Wege, wie sich zeitgemäße Mobilität mit den Anforderungen einer Kulturlandschaft vereinbaren lassen. Die Möglichkeit, sich selbst mit Sonderzügen der Wachaubahn ein Bild zu machen, wurde auch sehr positiv aufgenommen.

    Zeitgemäße Mobilität in einer Kulturlandschaft

    Pierre Laconte, Ehrengeneralsekretär der Union internationale des transports publics, war einer von acht hochrangigen Experten und stellte die Zusammenhänge zwischen Raumplanung und Mobilität an Beispielen in Belgien dar. Christian Hanus von der Donau-Universität, Mitorganisator der Veranstaltung, ging auf die unterschiedlichen, historisch gewachsenen Wegesysteme in der Wachau und die Notwendigkeit deren Verknüpfung ein. Johannes Schendl und Markus Schreilechner von den NÖ Bahnen beschäftigten sich mit künftigen Betriebsvarianten auf der Wachaubahn.

    Erfolgreich umgesetzte Konzepte als Vorbilder

    In weiterer Folge wurden erfolgreich umgesetzte Betriebskonzepte auf Nebenbahnen vorgestellt, wie auf der Pinzgauer Lokalbahn von Thomas Oberkalmsteiner, dem dortigen Dienststellenleiter. Interessant war auch der Beitrag Martin E. Uhligs, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Erms-Neckar-Bahn AG, über die erfolgreiche Nebenbahnreaktivierungen auf der Schwäbischen Alb bei teilweiser Integration in S-Bahnsysteme.

    Lebhafte Debatte zum Symposion-Abschluss

    Unter der Fachmoderation von Otfried Knoll diskutierten NÖVOG-Direktorin Barbara Komarek, der Weißenkirchner Bürgermeister Christian Geppner, Hotelier Johannes C. Thiery und der Kremser Stadtbaudirektor Reinhard Weitzer. Sie sprachen über die Erwartungen an die Wachaubahn und mögliche Entwicklungsszenarien aus unterschiedlichen Perspektiven, etwa die touristische oder auch in Bezug auf die Naherschließung im städtischen Gebiet. Unter den Wortmeldungen aus dem vollen Audimax der Donau-Universität war auch eine des Bürgermeisters von Spitz, Andreas Nunzer, der mahnte, das Südufer nicht zu vergessen. Ex-Staatssekretärin Christa Kranzl postulierte einmal mehr die Weiterführung der Bahn über die Wachau hinaus.

  • In Melk die Wachaubahn in die Westbahn einbinden! Das würde die Attraktivität erhöhen.

    So einen Vorschlag gab es vor der Jahrtausendwende schon einmal. Da war von der Zerstückelung der Donauuferbahn noch keine Rede.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • ...wobei man aber schon auch sagen muss dass die Bushaltestellen z.B. in Dürnstein und Spitz besser liegen als die Bahnhöfe...

    Die Bahn fährt in der Wachau aber auch dann, wenn die B 3 entlang der Donau auf Grund eines Hochwassers mehre Meter hoch unter Wasser steht..... Haben wir ja schon mehrere Male gehabt: BEV (Busersatzverkehr auf der Schiene)

    dr. bahnsinn - der Forendoktor