[ORF] Überblick über die Eisenbahn-Sommerbaustellen

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    Bauarbeiten auch auf Bahnstrecken

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    Auch Bahnstrecken benötigten Service, hieß es von den ÖBB, um Sicherheit und Pünktlichkeit gewährleisten zu können, deshalb wird auch im Sommer saniert. Für größere Baustellen werden Strecken gesperrt, auch auf den Hauptverbindungen auf der Süd- und Weststrecke.

    Wien – Salzburg und Wien – Graz dauert länger

    Auf der Weststrecke gibt es laut ÖBB einige (Teil-)Sperren für die Dauer von 30 Tagen im August. Die Fahrzeit zwischen Wien und Salzburg könne sich dadurch um bis zu 30 Minuten verlängern. Länger dauern wird es auch auf der Südstrecke, wo bis Anfang September zwischen Bruck an der Mur und Graz gebaut wird. Keine geplanten Sperren gibt es laut ÖBB in diesem Sommer im Deutschen Eck zwischen Salzburg und Kufstein.

    Railjet in salzburger Landschaft

    Für den Nahverkehr richtet die Bahn jeweils einen Schienenersatzverkehr ein. Zwischen Zürich und Feldkirch werden Railjet-Züge ab August für 30 Tage teilweise umgeleitet geführt. Von Villach aus in Richtung Udine in Italien fahren in der zweiten Juli-Hälfte für zwei Wochen Ersatzbusse.

    Arbeiten auch auf Pendlerstrecken

    Im Regional- und Nahverkehr wird auf der Wiener Schnellbahn „Stammstrecke“ zwischen Meidling und Floridsdorf ab dem Praterstern saniert, auf der Südstrecke zwischen Bad Vöslau und Leobersdorf und jeweils bis Anfang September. Diese Sperren treffen vor allem Pendler aus dem Wiener Umland, es gibt Umleitungen und Schienenersatzverkehr.

    Arbeiten gibt es auch auf der Franz-Josefs-Bahn, die zwischen Wien und Gmünd im niederösterreichischen Waldviertel verkehrt, zwischen Wien und Tulln – gleichfalls bis September. Folge sind laut ÖBB Fahrplanänderungen, es gibt einen Schienenersatzverkehr mit Bussen.

    Ausweichstrecken und Schienenersatzverkehr

    Gebaut wird für 20 Tage im September auch auf der Strecke der Ennstalbahn zwischen Bischofshofen (Salzburg) und Selzthal (Steiermark). Die Marchegger Ostbahn zwischen Marchegg und Bratislava (Slowakei) wird noch bis Dezember umgeleitet geführt, Grund sind Arbeiten auf dem slowakischen Streckenabschnitt.

    Fahrgäste können auf die Linie REX6 (über Kittsee) ausweichen. Ebenfalls für knapp drei Wochen gibt es ab Mitte Juli einen Schienenersatzverkehr mit Bussen auf der Strecke der Summerauer Bahn zwischen Linz und Summerau in Oberösterreich.

    Nightjet nach Rom fällt vorübergehend aus

    Wichtig für Auslandsreisende: Wegen Bauarbeiten südlich von Bologna (Italien) können Nightjets nach Rom von/bis Wien und von/bis München die ganzen Ferien über nicht fahren. Die nach Venedig und La Spezia fahren, außerdem tagsüber Züge von Wien nach Venedig und von Innsbruck nach Venedig, Bologna und Rimini.

    Details zu Baustellen, Fahrplanänderungen und Störungen finden sich in der Streckeninfo der ÖBB bzw. seien rechtzeitig in der Fahrplanauskunft SCOTTY verfügbar, so die Bahn. An den starken Reisewochenende und zu Ferienbeginn setzt sie zusätzliche Züge ein, was vielleicht zur Entlastung auf der Straße beiträgt.

    Georg Krammer (Text), Sandra Schober (Grafik), beide ORF.at

    Gefunden auf ORF.at

    dr. bahnsinn - der Forendoktor

  • Die Fahrzeit zwischen Wien und Salzburg könne sich dadurch um bis zu 30 Minuten verlängern.

    "Bis zu" ist gut, es sind ziemlich genau 30 Minuten.

    RJX Salzburg – Wien Hbf: 2:25 --> 2:52

    RJ Salzburg – Wien Hbf: 2:54 --> 3:24

    WeSt Salzburg – Wien West: 2:30 --> 3:00

  • Der Verkehr von Vöslau, wo die Strecke nach Leobersdorf unterbrochen ist, nach Wien funktioniert genau gar nicht.

    Auch gut, bis zum Urlaub fahre ich mit dem Auto nach Wien.

    Meine Leidensfähigkei hat Grenzen.

  • Und seit Samstag gibt es eine weitere 2-monatige Sommerbaustelle.
    Herzogenburg - Krems mit SEV

    So ist es, wenn man nicht vor Reiseantritt Scotty studiert, da wird man dann vor Ort (St. Pölten Hbf) überrascht:rolleyes:

    Eigentlich wollte ich mit dem CJX 5 bis Amstetten und weiter nach Waidhofen/Ybbs, aber ...


    Aber die Betriebspause + zusätzliche 2 Minuten Verspätung in einem kaum klimatisierten Zug (war wahrscheinlich nicht bestellt) ist bei den Temperaturen nicht gerade angenehm.
    Also bin ich ausgestiegen um mit dem R44 Richtung Krems zu fahren um dort eine Wanderung zu unternehmen.

    Da stand am Gleis wie üblich eine 4020er S40 (wobei die mal vor und mal nach der Weiche steht).
    Und dann fuhr eine weitere 4020er Garnitur ein um ganz am Anfang (Richtung Amstellen) am Bahnsteig zu halten.
    Da stiegen Leute aus und weil ich nicht erkannte welche 4020er das war ging ich nach vorne um am Zug zu erkennen welcher Zug das war. Leider erfolglos, da nichts beschriftet. Wozu auch. Schmeck's Kropferter, war sichtlich nicht bestellt.

    Und wie manche anderen Fahrgäste auch wartete ich nun auf die 5047er R44 nach HORN, wie am entfernten Monitor zu lesen war.
    Aber die kam nicht:/
    Also zum etwas entfernten Monitor gewandert um festzustellen, dass es ab Herzogenburg einen SEV gab und die R44 nur bis Herzogenburg fährt. Und dann sah ich, dass einige Insider in die 4020er Garnitur einstiegen, was ich dann auch tat.
    Andere Fahrgäste warteten noch immer auf die R44.

    Wir fuhren ab und tatsächlich war das die R44 bis Herzogenburg. Wie gesagt keinerlei Hinweis am Zug oder gar eine Durchsage.
    Mir kam vor, dass einige Wartende auch nach der Abfahrt noch am Bahnsteig warteten.

    Flotte Fahrt nach Herzogenburg und die 4020er Garnitur luftig mit den offenen Fenstern. Echt erfrischend so ein Zug mit Fenstern.
    Da es also ab Herzogenburg mit dem Bus weiterging suchte ich vorsichtshalber noch das WC auf.
    Aber welcher der vier Wagen hatte ein WC? Tatsächlich, der Steuerwagen hatte ein WC (sogar mit Vakuum) und nicht versperrt.
    Allerdings ein Graus! Warum auch immer die Fahrgäste es nicht schaffen den Knopf für die Spülung zu betätigen, die sogar funktionierte. Nicht beim ersten Versuch, aber bereits beim Zweiten.

    In Herzogenburg fuhren wir dann - wie immer - am Mittelbahnsteig ein. Also Stiege runter, Unterführung, Stiege hoch und zum Bus, der direkt vor dem Bahnhofsgebäude stand, also auch noch ein Fußweg.
    Warum dieser Zug nicht den Hausbahnsteig anfährt um den "Fahrgästen" das Umsteigen etwas erleichtert weiß ich nicht.
    Jedenfalls ist der Hausbahnsteig elektrifiziert und ich konnte mich erinnern, dass bei einem früheren SEV auch dieser benützt wurde.
    Hat der VOR die Bestellung ungenau formuliert und dieses extra beauftragen müssen? Da muss wohl eine Weiche gestellt werden und wer soll das machen bei einem Bahnhof ohne Personal? Von einem entfernten Leitstand aus wird man die Sinnhaftigkeit nicht wirklich erkennen.

    Beim Bus eingestiegen fragte der Busfahrer des SEV nach dem Ticket (erstmals bei einem SEV). Und dann meinte er noch "der direkte kommt gleich hinter uns". Da ich damit nichts anfangen konnte fragte ich nach. "Ich fahre alle Stationen an, der nächste direkt nach Krems". OK, ich saß mit 5 anderen Fahrgästen im richtigen Bus. Die meisten gingen aber zum direkten Bus.

    Wir fuhren los und die erste SEV Haltestelle war Herzogenburg Schulen, die rund 250 Meter abseits von der Bahnhaltestelle liegt.
    Die weiteren Haltestellen waren aber direkt vor den Bahnhöfen bzw meine Haltstelle Furth in Ortsmitte.
    Normalerweise steigen in Statzendorf und Paudorf immer einige Fahrgäste aus und ein. Heute stieg nur ein Fahrgast in Paudorf aus.
    In Statzendorf fragte eine Dame ob das der SEVBus nach Herzogenburg ist. Nein, aber der fuhr vor wenigen Minuten an uns vorbei.
    Die Dame meinte, aber sie stand schon 15 Minuten bei der Station und da war kein Bus. Pech, vielleicht fuhr der Busfahrer daran vorbei? Es waren jedenfalls POSTBUS Busse.

    Die Fahrt auf dieser Strecke mit dem Bus war aber für mich eine willkommene Abwechslung. Landschaftlich nett und dazu durch die Ortschaften. Da sah ich deutlich, dass die beiden Bahnhöfe doch sehr abseits vom Geschehen liegen.
    Und die Ortschaft Meidling gar nicht so klein ist. Die haben sogar eine Ampel im Zentrum:)
    Habe ich schon öfters gefragt, warum man da keine Haltestelle hat, wo hier die Bahnstrecke doch sehr nah am Ort vorbei fährt.
    Gibt auch dort etliche neue Wohnanlagen (verdichtete Bauweise).

    Von Krems nach Herzogenburg fuhr der Bus dann nur direkt (fuhr zur gleichen Zeit ab wie der Zug).
    Die Hinweise auf den SEV mickrig, nur am Monitor der Hinweis BUS ohne weitere Hinweise.
    In Herzogenburg dann wieder das Spielchen mit dem Mittelbahnsteig. Allerdings gingen die meisten Umsteiger zielstrebig zum Hausbahnsteig, aber da stand nun ein Einweiser, der sie dann auch zum Tunnel schickte.
    Im Zug fragte mich dann ein Fahrgast in welchem Wagen der Fahrkartenautomat ist, er findet ihn nicht.;)
    Wurscht, man kann auch ohne Ticket fahren-8)

    War wieder mal ein interessanter Bahnausflug mit Überraschungen:thumbup:

    Der 4020er war auch noch mit Kriegsbemalung unterwegs ...

    4 Mal editiert, zuletzt von CA1 (10. Juli 2024 um 09:02)

  • Und die Ortschaft Meidling gar nicht so klein ist. Die haben sogar eine Ampel im Zentrum :)
    Habe ich schon öfters gefragt, warum man da keine Haltestelle hat, wo hier die Bahnstrecke doch sehr nah am Ort vorbei fährt.
    Gibt auch dort etliche neue Wohnanlagen (verdichtete Bauweise).

    Gab es bis 12. 12. 2019 eh. Dürfte zu wenig frequentiert worden sein.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor