Leistungsfähigkeit Wien Hbf

  • mobility Die Züge belegen auch die Bahnsteige gleichmäßig über die Stunde hinweg. Nur der ICE und in Wien endende Railjets mögen länger verweilen. Ich weiß nicht genau, worauf du jetzt hinaus willst

    Die Polen-Züge könnte man doch auch auf die Südbahn durchbinden. In so 50 Jahren sind in Tschechien und Polen fix die Hochgeschwindigkeitsstrecken fertig, da wird man eher die Pendolinos (oder was anderes mit 200+ km/h) einsetzen. Die könnte man also auch gut durchbinden.

    Aber selbst wenn all die Züge gleichzeitig da wären und die 6 Bahnsteigkante. belegen, stünden 4 Kanten weiterhin zur Verfügung. Es fahren noch bis zu 3 REX (Györ, Wulkaprodersdorf/Fertöszentmiklos, Bratislava Petrzalka) auf der Ostbahn, davon einer nach Deutschkreutz durchgebunden, die S60, die S80, der REX8, die R81 und die innere Aspangbahn. Diese kann man in eine Richtung zumindest zusammenstapeln

    Aber auch diese sind nicht alle zur selben Zeit am Bahnhof und belegen auch nicht die ganze Stunde diesen.

    Also worauf willst du jetzt hinaus? Dass man die Züge nicht alle zur selben Zeit am Hauptbahnhof gestapelt kriegt? Das erwartet denke ich niemand.


    EDIT: wenn du eine Alternative skizziert haben willst so perspektivisch:

    Halbknoten:

    1 Gleis für Dopeltraktion RJX nach Salzburg

    1 Gleis für Doppeltraktion RJX nach Villach

    1 Gleis für Doppeltraktion RJX von Salzburg

    1 Gleis für Doppeltraktion RJX von Villach

    Diese Züge dann eben durchgebunden nach Prag, Bratislava, Budapest

    Vollknoten:

    1 Gleis für Railjet nach Salzburg

    1 Gleis für Railjet nach Graz

    1 Gleis für Railjet von Salzburg

    1 Gleis für Railjet von Graz.

    Man kann durch Doppelbelegung auch in den selben Gleisen die Züge von und nach Polen und Ungarn schicken (bei Halbstundentakt Wien - Budapest), oder eben durchbinden.

    Der ICE mag noch für eine halbe Stunde um den Vollknoten herum ein Gleis für die Kurzwende belegen, bleiben aber auch dann 5 Gleise über.

    Für einen etwaigen 15/45 Knoten stehen die 4 Gleise ja zwischendurch auch zur Verfügung.

    Welches Problem siehst du darin?

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*

    3 Mal editiert, zuletzt von J-C (4. Juli 2024 um 17:17)

  • Die Züge belegen auch die Bahnsteige gleichmäßig über die Stunde hinweg.

    Nein tun sie nicht, wenn sie den Knoten bedienen sollen.

    Lies dich einmal mal ein, was Takt, Knoten und das alles ist!

    Aber selbst wenn all die Züge gleichzeitig da wären und die 6 Bahnsteigkante.

    Mir war klar, dass es es nicht kapieren wirst und diesen absoluten Minimalwert als fix annehmen wirst. Eher sind es deren 8. Dann wird es für den Rest schon knapp.

    S60, die S80, der REX8, die R81 und die innere Aspangbahn. Diese kann man in eine Richtung zumindest zusammenstapeln

    5 Züge stapeln auf eine Bahnsteigkante? :D:D:D:D
    Das kann nicht dein Ernst sein.

    Also worauf willst du jetzt hinaus? Dass man die Züge nicht alle zur selben Zeit am Hauptbahnhof gestapelt kriegt? Das erwartet denke ich niemand.

    Das nennt sich Knoten und genau das erwartet jeder der Ahnung hat.

    EDIT: wenn du eine Alternative skizziert haben willst so perspektivisch:

    Ganz lieb „skizziert“, bringt jedoch nur die Hälfte der Kapazität.

    Einen RJX nach Westen zum Knoten und einen RJ nach Westen zum Halbknoten gibt es schon. Das wird in den nächsten Jahren vermutlich irgendwann verdoppelt werden. In weiterer Folge auch auch auf der Süd.

    Deine „Skizze“ ist also kein Vergleich zu meiner Liste.

  • Aber den Taktknoten hat man jetzt doch bereits. Wozu muss auf Biegen und Brechen alles eingepfercht werden darin? Der ICE ist doch auch weder im Halb- noch Vollknoten in Wien drin, das wird er auch in Zukunft wohl auch so bleiben. So kann man eben zusätzliche Angebote schaffen, die nicht zwingend in irgendeinen Knoten eingebunden sind. So wie die Verstärker-D-Züge Wien - Linz.

    Die Rede war von Viertelstundentakten nach Vorbild des von der Struktur und der Siedlungsdichte ganz anders gelagerten Schweiz. Also werden die Züge nicht alle zu einer bestimmten Zeit gestapelt, sondern verteilen sich um 4 Knoten herum an solchen Hauptkorridoren.

    Also nichtmal dort würde man alles auf Biegen und Brechen zusammenstapeln. Das täte auch in der Schweiz nicht funktionieren. Dann reden wir auch gar nicht erst davon, wo die Züge dann alles hinfahren und wie sie da eine Trasse finden etc.

    Meine These ist, um überhaupt den Hauptbahnhof in eine Situation zu bringen, dass dieser an die Kapazitätsgrenzen kommt, müsste die Infrastruktur drumherum noch weiter ausgebaut werden. Denken wir an den Wienerwaldtunnel. Da kommen jetzt schon bis zu 4 Züge von und zum Westbahnhof hin, dann noch jetzt schon bis zu 4 Züge vom Hauptbahnhof. Dann möchte man im Prinzip schon noch paar Güterzüge irgendwie durchschleusen können. Und die Züge haben alle natürlich unterschiedliche Geschwindigkeitsprofile und Haltemuster.

    Und wie soll meinetwegen der RJX zum RJ zur selben Zeit am Hauptbahnhof nach Westen fahren? Der RJX vor dem RJ? zur Minute 50? Aber das würde den Taktknoten weniger treffen, du willst ja den ITF. Außerdem beißt sich das mit den Schnellzug-Trassen. Also eher zur Minute 00. Aber dann kracht es bei Tullnerfeld. Der Railjet müsste überholt werden und würde den Taktknoten St. Pölten verpassen (und dann würde er in die WESTbahn-Trasse reingrätschen). Bei Lage zur Minute 05 kracht es wiederum mit der WESTbahn später... also doch Minute 10. Ja dann kommt man wunderbar zwischen ICE und Railjet. Also den ICE müsste man auch woanders hin fabrizieren. Beim Railjet selbst sind die Taktknoten ja fix, da kann man nicht viel basteln.

    Ich hab mir diese Überlegungen halt schon mehr als einmal gemacht. Ich würde auch gerne einen exakt halbstündlichen RJX haben, aber dann müsste man wirklich entweder den Verkehr auf der Weststrecke umkrempeln oder eben massiv die Strecken ausbauen. Und wenn man vielleicht dann Trassen findet, die nicht im ITF sind, aber die Züge besser unterbringen können, ja dann sind diese auch wieder kein Problem für die Belegung des Hauptbahnhofes.

    Ich habe eben skizziert, wie man entlang des bestehenden Konzepts einen Viertelstundentakt umsetzen kann und der täte ja auch alle Knoten wie gehabt bzw. konzipiert bedienen.

    Anders gesagt, die Konstellation wie von mobility im anderen Thread beschrieben, würde - wenn ich mir zumindest so grob überlege, welche Trassen dafür in Frage kommen, dass das irgendeinen Sinn ergibt, eben zu Konflikten führen. Das würde so ohne weiteres einfach nicht funktionieren.

    Und diese nicht realisierbare Konstellation braucht es, um den Hauptbahnhof an seine Kapazitätsgrenzen zu bringen? Nichts geringeres als das Umkrempeln des kompletten Fernverkehrsnetzes entlang der Hauptkorridore, um dann sagen zu können, dass dafür der Hauptbahnhof doch nicht ausreicht?

    Wenn man das kann, dann wird eine zweite Stammstrecke dagegen Peanuts sein.

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*

  • Aber den Taktknoten hat man jetzt doch bereits. Wozu muss auf Biegen und Brechen alles eingepfercht werden darin?

    Lieber J-C ich habe nur eine Bitte an dich: Bitte geh - wenn du mit dem Studium fertig bist - irgendwo in die Justiz, geh ganz nach Umweltwissenschaften Eidechsen zählen oder mach Ausgrabungen als Archäologe. Aber bitte, BITTE, mach nix im Bereich Eisenbahn. Du wirst das extrem gute (wenn auch nicht perfekte) System zerstören.

    Und wie soll meinetwegen der RJX zum RJ zur selben Zeit am Hauptbahnhof nach Westen fahren?

    Im Blockabstand von ca 3 Minuten. Alles möglich. Gibt es.

    Du sprichst hier von fiktivem Angebot und vergleichst es mit heute. Fast schon wie der wirre YouTube-Videomacher irgendwasZüge.

    Und diese nicht realisierbare Konstellation braucht es, um den Hauptbahnhof an seine Kapazitätsgrenzen zu bringen? Nichts geringeres als das Umkrempeln des kompletten Fernverkehrsnetzes entlang der Hauptkorridore, um dann sagen zu können, dass dafür der Hauptbahnhof doch nicht ausreicht?


    der Hbf wird vermutlich schon vorher an seine Kapazitäten stoßen, aber ich lass es jetzt mit dem erklären. Du weißt es eh sicher wieder besser. Es gibt hakt Dinge die du nicht weißt und die man auch nicht so einfach mitteilen kann.
    Zum Umkrempeln noch: Das ist nicht so abwegig. Wird auf der Süd zB nächstes Jahr getan und mit dem weiteren Ausbau der West (Marchtrenk - Wels, NIB, Flauchgau, …) wird es vermutlich auch dort wieder kommen.

    Wenn man das kann, dann wird eine zweite Stammstrecke dagegen Peanuts sein.

    Wieder sas selbe. Eine 2. Stammstrecke ist in der Diskussion völlig irrelevant und steht in keiner Korrelation zum Hbf.

  • Der Nachteil an deinem fiktiven Szenario, wo du um keinen Preis irgendeine reale Abhängigkeit jenseits der Kapaziätt des Wiener Hauptbahnhofs gelten lassen willst ist... das ist beliebig. Da kann ich daherkommen und alles mögliche einwenden. Dann kannst du ebenso wieder alles mögliche einwenden. Das führt zu nichts.

    Und dann zu behaupten, der Hauptbahnhof wäre nicht ausreichend dimensioniert anhand eines fiktiven Angebotkonzepts ohne Berücksichtigung von irgendwas, nur um anhand dessen zu argumentieren, dass der Hauptbahnhof dann dafür tatsächlich doch nicht passt... das halte ich für vermessen.

    Mit freundlichen Grüßen

    *Möwengeräusche*

  • wo du um keinen Preis irgendeine reale Abhängigkeit jenseits der Kapaziätt des Wiener Hauptbahnhofs gelten lassen willst ist

    Ich habe keine Ahnung, was du damit sagen willst.

    das halte ich für vermessen

    Überlege mal, was du so von dir gibst und dann überlege was vermessen ist.


    Es ist einfach naiv zu glauben (und das auch noch irgendwie argumentieren zu wollen), dass der ahbf auf immer und ewig ausreichend dimensioniert ist.

  • Insbesondere an Tagen mit vielen Verspätungen ist der Hauptbahnhof oftmals völlig überlastet.
    Die Doppelbelegung der Gleise ist auch nicht gerade kundenfreundlich.
    Die ab Hauptbahnhof bereitgestellten Züge kommen immer knapper vor Abfahrt.
    Und dann gibt es immer wieder Güterzüge die auf Gleisen mit wartenden Fahrgästen fahren und erheblichen Lärm erzeugen.