Beiträge von grubenhunt

    Wenn man nichteinmal mehr in einem vernuenftigen Zeitrahmen vom Wohnort Waidhofen (et alii) in die Hack'n nach St. Valentin kommt, ist der Knoten ganz klar "zerschossen".

    Ist aber sicher kein Problem fuer Studenten und Pensionisten....

    Also ich sehe nach wie vor funktionierende Verbindungen.

    Ich sehe zwei funktionierende Verbindungen mit jeweils einer Resiezeit von 44 Minuten, eine um 21:30 und eine um 22:30, also zu Zeiten, wo sie niemand braucht. Die anderen sind mit einem Zeitverlust von 23 Minuten verbunden. Das ist immerhin +50% an Fahrzeit.

    In Contrexéville befindet sich die Abfüllanlage für Vittel, incl. sehr aktivem Gleisanschluss, der allerdings aus dem Süden her bedient wird. Zumindest letztes Jahr gab es aus dieser Richtung zulmindest einen Zug pro Woche (!) Paris - Vittel.

    Grün: benutzter Streckenabschnitt

    Blau: zu reaktivierender Streckenabschnitt, wobei lt. openrailwaymaps die Strecke von Norden her bis Xeulliery benutzbar ist. In Xeulliery befindet sich eine Zementfabrik mit Gleisanschluss. Etwas nördlich von Xeulliery, in Neuves-Maisons, gibt es ein Stahlwerk der ital. Riva-Gruppe, ebenfalls mit Gleisanschluss.

    Die Strecke ist übrigens zweigleisig.

    Ein Freund war mit seiner Familie auf zwei Gastsemester in den USA, er meinte, die einzigen die in der Stadt zu Fuss gingen, waren seine Familie und die Chinesen. Die WASPS gehen zwar joggen, aber zu Fuss gehen ist unter der Würde.

    Ein ehem. Professor an der TU Graz erzählte mir etwas Ähnliches "Fahrradbasiert", er war mit dem Rad etwa doppelt so schnell auf der Uni wie alle anderen, die mit dem Auto fuhren.

    Eine ähnliche Erfahrung hatte ich während einer Reise in einer US-Amerikanischen Stadt mittlerer Grösse, als wir zu einer Sehenswürdigkeit wollten und uns an der Hotelrezeption davon dringend abgeraten wurde, das wäre viel zu weit! Es waren zehn Minuten.


    Ein recht interessanter (leider unstrukturierter) Artikel zum Thema


    Unterwegs als Fussgänger in den USA
    Das Gehen feiert ein Comeback in den USA. Die hauptsächlich Auto-zentrierte Gesellschaft muss sich daran erst gewöhnen.
    www.theeuropean.de
    Zitat

    1. Als ich letztes Jahr an einem sonnigen Wintertag alleine durch die Straßen von Richmond, Virginia lief, steckte jemand den Kopf aus seinem Autofenster und bot mir Hilfe an. Das Angebot war ehrlich gemeint, basierend auf der Annahme, alleine herumzulaufen bedeute einen Notfall.

    Zitat

    2. In einer US-amerikanischen Wohngegend, besonders in den Vororten, ohne offensichtlichen Grund wie Hunde oder Kinderwagen, Walking-Stöcke oder Sportklamotten, zu Fuß zu gehen, widerspricht den Regeln für Fußgänger außerhalb des eigenen Grundbesitzes.

    Zitat

    3. In europäischen Städten, deren Planung der Einbindung von Autos ins tägliche Leben vorausgeht, scheint Gehen oft die einfachste Lösung zu sein. In den USA hingegen muss man sehr auf den Kontext aufpassen, in dem man geht. Gehen kann sogar gefährlich sein: Was als verdächtig angesehen wird, stellt für Andere eine potentielle Bedrohung dar; es bedeutet, dass Laufen einen möglicherweise nicht nur verletzlich, sondern auch gefährlich oder verrückt erscheinen lässt.

    Zitat

    4. Etwas anders sieht die Situation in Städten aus, die über ein größeres Netzwerk an öffentlichen Verkehrsmitteln und strengere Waffen-Gesetze verfügen, wie San Francisco, Chicago, Boston und besonders New York. Meine Besucher aus Richmond waren begeistert von der Aussicht, von Brooklyn nach Manhatten zu laufen. Nachdem wir drei Tage gemeinsam zu Fuß verbracht hatten, sagten sie mir, sie seien seit Jahren nicht so viel gelaufen und hätten nicht so gut geschlafen. Ganz plötzlich fiel ihnen auf, wie sehr sie es vermisst hatten.


    Und hier die Huffington Post mit den 10 most Walkable Cities of the USA

    The 10 Most Walkable Cities
    The 10 Most Walkable Cities
    www.huffpost.com

    Nun, der im Artikel gelobte Regionalverkehr ist ja in Deutschland nicht sooo schlecht entwickelt.

    Auf die Schweiz kann man da ja mangels wirklich laendlicher Gebiete nicht verweisen. Nichteinmal (oder auch nur schwer) auf Oesterreich.

    Ich kenn' da einen Fall eines privaten Feldbahngartenzuges, da durfte jeder eine Runde oder auch mehr mitfahren.

    Allerdings waren die Wagen nur mit Seilen aneinandergekuppelt und eines davon riss eines schoenen Tages. Ein halber Betriebsausflug landete am Nachbargrundstueck, Glueck im Unglueck, es war der Rotkreuzstuetzpunkt.

    Es kam zur Gerichtsverhandlung, fahrlaessige Koerperverletzung etc... alle Beteiligten entlasteten so gut wie moeglich den Eisenbahnbrtreiber (sind alle freiwillig mitgefahren...) schliesslich ausschlaggebend war, dass der Betreiber kein Entgelt verlangte und darum jeder Mitfahrende fuer sich selbst verantwortlich war.


    Ist aber schon sehhhhr lange her!