Beiträge von Schienenradler

    Die Westbahnstrecke ist derzeit im Abschnitt Wien-St. Pölten blockiert. Laut ÖBB hatte ein Zug eine Tür verloren, ein nachkommender Zug hatte diese überfahren und konnte nicht mehr weiterfahren. Verletzt wurde niemand.

    Der Vorfall ereignete sich in einem Tunnel nahe dem Bahnhof Tullnerfeld. In dem Zug befanden sich ÖBB-Sprecher Christopher Seif zufolge etwa 300 Passagiere. Sie wurden mit Unterstützung der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde niemand. Der ÖBB-Sprecher ging am Nachmittag davon aus, dass der Abschnitt Wien - St. Pölten mehrere Stunden lang gesperrt bleibt.
    Züge werden über alte Strecke umgeleitet

    Ein ICE der ÖBB hatte eine von einem russischen Zug verlorene Tür überfahren und war steckengeblieben, teilte Seif mit. Derzeit werden die Schäden an Zug und Infrastruktur untersucht. Weitere Züge müssen nun über die alte Westbahnstrecke umgeleitet werden, laut ÖBB ist mit einer Verspätung von bis zu 30 Minuten zu rechnen.

    Quelle: http://noe.orf.at/news/stories/2798648/

    =) naja, in NÖ brauchst an einem Sonntag sowas erst gar nicht machen - da kannst dich öffentlich nämlich am Radl fortbewegen, wo doch da sogar Hauptbahnen wie die Nordbahn teilweise nur im 2-Std-Takt bedient werden.

    Eh. Ich frage mich aber schon, wer heute diese Aktion in NÖ nutzen soll. Ein Pendler hat eh seine Monatskarte, ein Schüler hat Schule, da bleiben nicht mehr viele, die das überhaupt nutzen können... Aber es wäre ja blöd, wenn dann wirklich am Sonntag die Öffis voll wären, dann würde der Zweistundentakt ja auffallen...

    Das tolle Angebot im VOR/VVNB:
    ... gilt am 22. September der Einzelfahrschein für Bus, Bahn und Bim, für beliebig viele Fahrten auf allen Öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland als Tageskarte auf der gewählten Strecke.


    Und in Tirol:
    Sonntag, den 25. September 2016 sollten sich alle Ausflugs- und Reiselustigen rot im Kalender anstreichen. Zum Abschluss der Europäischen Mobilitätswoche wird jedes Tiroler Öffi-Ticket zum Tirol-Ticket: Jede Einzelfahrt von A nach B wird für 24 Stunden zum Netz-Ticket für alles, was das Tiroler Öffi-Herz begehrt. Für einen Innsbrucker Kurzstreckenpreis bis ins Ötztal oder ins Zillertal oder für den Preis von Jenbach nach Schwaz von Landeck bis nach Lienz und retour fahren.

    http://www.vvt.at/page.cfm?vpath…ericpageid=9784


    Und dann gehts weiter:

    Die Aktion „Dein Ticket wird zum Tirol-Ticket“ ist für Mobilitätslandesrätin Ingrid Felipe ein Vorgeschmack auf die Öffi-Tarifreform, die im Frühjahr 2017 in Kraft treten und deutliche Vergünstigungen für StammkundInnen der Tiroler Busse, Züge und Straßenbahnen bringen wird. „Ich freue mich, dass wir dieses Jahr an einem Sonntag ein unschlagbares Öffi-Angebot für alle machen können, die gerne einmal ins Öffi-Fahren hineinschnuppern wollen. Mein Ziel ist es, im nächsten Jahr die Marke der 100.000 Jahres-Tickets zu knacken und mit einem besseren Tarifangebot deutlich mehr TirolerInnen zu Öffi-Stammgästen zu machen.“

    Ein regionales Öffi-Ticket („Regio-Ticket“) wird es nach der Tarifreform um unter 400,- Euro im Jahr geben und damit um über 50% weniger, als die momentanen Kosten für die meisten Destinationen. Das tirolweite Netzticket („Tirol-Ticket“) wird etwas teurer werden als das Regio-Ticket, bringt aber eine Vergünstigung jenseits der 70% im Vergleich zum Status Quo.


    SO macht das Spaß!

    In der "Presse" gefunden:

    Besuchern der nördlichen Adria wird die freie Rückfahrt gewährt – unter bestimmten Bedingungen.

    Neue Freie Presse am 2. September 1926

    Die italienischen Staatsbahnen haben den Besuchern der Badeorte an der nördlichen Adria besondere Begünstigungen, darunter die freie Rückfahrt, die bis zum 31. Oktober 1926 in Geltung bleiben, gewährt. Die für das Reisepublikum wesentlichen Bestimmungen sind: 1. Die Begünstigung der freien Rückfahrt bezieht sich nur auf die italienische Strecke; 2. die Einreise muß über den Brenner oder östlich vom Brenner erfolgen; 3. die Fahrkarte (der Fahrscheinheftabschnitt) für die italienische Strecke darf in der Endstation nicht abgegeben werden, sondern ist der Ortsbehörde des Badeortes vorzuweisen; 4. an der Grenze in der italienischen Bahnstation oder im Badeorte bei der Ortsbehörde ist die Ausstellung eines besonderen Aufenthaltsbestätigungsscheines (Certificate di soggiorne) gegen Vorweisung der Fahrkarte (des Fahrscheinheftabschnittes) zu verlangen. Diese Scheine sind auch bei den Agentien der italienischen Staatsbahnen im Auslande erhältlich; 5. auf dem Aufenthaltsbewilligungsschein muß die Ortsbehörde einen mindestens zehntägigen Aufenthalt bestätigen; 6. Reisende, deren Fahrtausweis nur bis Triest gilt, erhalten keine Begünstigungen.

    uelle: http://diepresse.com/home/zeitgesch…Explosionskraft


    So g'scheit es wäre, der NBiK einen Anschluss an den öffentlichen Eisenbahnpersonenverkehr zu ermöglichen (die S--Bbahn nach Weizelsdorf fâhrt ja Sams- und Sonntag nicht), so unrealistisch halte ich das genau dort, es wäre ja jetzt auch schon möglich gewesen.

    Ich habe bei meinen Besuchen in Ferlach eigentlich nicht das Gefühl gehabt, dass der NBiK großen Wert auf eine öffentliche Anreisemöglichkeit legt, zu schlecht sind die Anschlüsse an die bestehenden Busverbindungen.
    Es ist z.B. eine Zitterpartie, mit dem Dampfzug nach Weizelsdorf zurückfahren zu wollen, letztes Jahr habe ich nur mit Müh und Not den (letzten) Bus erwischt, weil der Zug 15 Minuten auf die Einfahrt in den Bahnhof Weizelsdorf warten musste... Ich erntete dann böse Schimpfer von genau jenem Schaffner, der mir noch bei der Hinfahrt versichert hatte, dass man den Bus sicher erreichen würde, weil ich dann halt in meiner Not vom stehenden Zug abgestiegen bin und zur Bushaltestelle gerannt bin...

    Abgesehen davon ist grad am Wochenende der öffentliche Verkehr in Kärnten so grottenschlecht, dass eine stündliche Verbindung nach Weizelsdorf auch nichts bringt, wenn der Urlauber von seinem Quartier z.B. am Millstättersee am Sonntag öffentlich nicht mal nach Klagenfurt kommt, weil dort am Sonntag schlichtweg NICHTS fährt...

    Naja, zumindest EINER hat sich Gedanken darüber gemacht:
    http://www.mobilbuero.com/index.php?seite=mailanfrage

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    da ich selbst Verwandte im Gailtal habe, verfolge ich mit großem Interesse die aktuellen Diskussionen rund um die Stilllegung der Gailtalbahn im Abschnitt Hermagor - Kötschach-Mauthen. Zwar halte ich die Stilllegung von Regionalbahnen für einen Fehler, denn zahlreiche Beispiele erfolgreicher Bahnlinien in Tourismusregionen (Pinzgauer Lokalbahn, Vinschgaubahn usw.) zeigen, dass mit attraktiven Bahnen mehr Fahrgäste angesprochen werden können als mit reinen Busverkehren.

    Da es aber offenbar auf absehbare Zeit keine politische Mehrheit für einen regulären Zugverkehr bis Kötschach-Mauthen gibt, habe ich mir Gedanken über mögliche Nachnutzungen der Eisenbahninfrastruktur im oberen Gailtal ab Dezember 2016 gemacht und möchte Ihnen diese gern mitteilen. Hierzu wurde die Bevölkerung ja kürzlich aufgefordert.

    Die regen Diskussionen in der Vergangenheit vermitteln mir den Eindruck, dass eine gewisse emotionale Bindung der Bevölkerung zu "ihrer" Bahn besteht. Insofern würde ich zur Nachnutzung besonders Vorschläge berücksichtigen, bei denen die Infrastruktur erhalten bleibt, die Gleisanlagen also in irgendeiner Form weiterverwendet werden. Zwei Möglichkeiten fallen mir dazu ein: Die Nutzung als Nostalgiebahn oder die Einrichtung einer Fahrraddraisinenstrecke.

    1) Nostalgiebahn:

    Ähnlich anderen bestehenden Nostalgieverkehren in Österreich könnte auch zwischen Hermagor und Kötschach an Sommerwochenenden ein Nostalgiezugverkehr (mit Fahrradbeförderung, "Jausenwaggon" mit Gailtaler Spezialitäten und ähnlichen Attraktionen) geführt werden; es muss gar nicht immer ein Dampfzug sein (der einen hohen betrieblichen Aufwand erfordert), heutzutage sind auch Züge mit Waggons (bei denen die Fenster ganz geöffnet werden können!) und Diesellokomotiven schon nostalgisch. Eine Garnitur aus einer Diesellok 2043 und "Schlierenwagen", die Jahrzehnte lang im Gailtal unterwegs waren, ließe sich sicherlich billig erwerben. Da die Geschwindigkeit bei Nostalgiezügen keine große Rolle spielt, kann wahrscheinlich auch die in Zukunft vorgeschriebene technische Sicherung von Bahnübergängen entfallen bzw. durch den Zug begleitende Posten mit Warnflaggen umgangen werden.

    Organisatorisch sind mir zwei Varianten der Betriebsführung von Nostalgiebahnen bekannt: Entweder nach dem Niederösterreichischen Modell einer landeseigenen Gesellschaft (dort die NÖVOG), die als Inhaberin entsprechender Konzessionen die Bahnstrecken erhalten und befahren darf oder ein Eisenbahnverkehrsunternehmen damit beauftragt.

    Alternativ finden sich manchmal auch Ehrenamtliche, die auf Vereinsbasis eine Strecke erhalten und nutzen, wie z.B. die Nostalgiebahnen in Kärnten, die die Strecke zwischen Weizelsdorf und Ferlach im Rosental betreiben. Ob im Gailtal genügend Ehrenamtliche vorhanden sind, die einen solchen Sommer-Nostalgieverkehr führen könnten (und bereit sind, sich den dazu notwendigen Prüfungen zu Lokführer, Schaffner etc. zu stellen), kann ich schwer beurteilen.

    Einen Versuch wäre es aber zumindest wert! Vielleicht wäre auch eine Zusammenarbeit mit dem erwähnten Verein "Nostalgiebahnen in Kärnten"

    möglich. Anlässlich meiner letzten Bahnfahrt hatte ich den Eindruck, dass die Infrastruktur durchaus noch in gutem Zustand ist und es bei mäßiger Pflege auch noch einige Jahre sein könnte.

    2) Fahrraddraisinenstrecke:

    Eine andere Möglichkeit wäre die Nutzung der Gleisanlagen für eine Fahrraddraisinenstrecke. Davon gibt es in Österreich derzeit nur drei, eine im Burgenland, zwei in Niederösterreich. Am bekanntesten und professionellsten organisiert ist meines Erachtens die Strecke zwischen Neckenmarkt-Horitschon und Oberpullendorf im Burgenland, die man im Internet unter http://www.draisinentour.at findet. Umgelegt auf das Gailtal könnte ein Draisinenbetrieb folgendermaßen aussehen:

    Am Bahnhof in Kötschach werden die Fahrraddraisinen gelagert und vermietet, man fährt also stets angenehm talabwärts. An den Bahnhöfen entlang der Strecke können die Draisinen abgestellt werden (sie sind problemlos aus den Gleisen zu heben und können dann auf Holzbohlen auf die Seite gerollt werden). Abweichend vom burgenländischen Vorbild könnten vielleicht auch spezielle absperrbare Draisinenabstellständer entworfen werden, damit auch Spaziergänge in die Ortschaften und zu Gasthäusern möglich sind. Auch könnte so die Möglichkeit geschaffen werden, die Tour vorzeitig abzubrechen, denn die 30 km zwischen Kötschach und Hermagor sind als Fahrraddraisinenstrecke durchaus etwas anspruchsvoll; im Burgenland werden nur ca. 20 km befahren, jedoch wechseln sich dort Steigungen und Gefälle ab. Weitere Ideen, z.B. ein Grillplatz oder ein Spielplatz an der Strecke könnte man sich ebenfalls aus dem Burgenland abschauen. Vielleicht bestünde an einer flussnahen Stelle der Gailtalbahn sogar die Möglichkeit, eine Badestelle in der Gail einzurichten. In Hermagor müsste die Strecke natürlich auf ein von den ÖBB nicht genutztes Gleis münden und dort enden. Wird das Buskonzept wie versprochen umgesetzt, bestehen ja stündlich von allen Orten Rückfahrmöglichkeiten zum Ausgangspunkt nach Kötschach. Am Abend eines jeden Betriebstages müsste eine Motordraisine die Fahrraddraisinen wieder abholen und zurück nach Kötschach schleppen. Im Burgenland wird die Strecke an geraden Tagen in eine, an ungeraden in die andere Richtung befahren, somit wird ein ungefährer Ausgleich erzielt. Im Gailtal halte ich jedoch aufgrund der Streckenlänge und des einheitlichen Gefälles die Lösung, stets talabwärts zu fahren und abends die Draisinen wieder zurückzubringen, für vorteilhafter.

    Anmerken möchte ich, dass auch vermeintliche Problempunkte wie Bahnübergänge ("Eisenbahnkreuzungen") im Burgenland gut gelöst wurden:

    Je nach Verkehrsaufkommen der Straße gibt es Stellen, an denen Fahrraddraisinenfahrer vor der Weiterfahrt anhalten müssen, oder anhalten und einen eigenen Schranken bedienen müssen, oder sogar anhalten, eine Blinklichtanlage für den Autoverkehr auslösen und dann einen eigenen Schranken hochklappen müssen. Zudem erhält auch jeder Draisinenfahrer vor der Abfahrt eine kurze Einweisung. Von der klugen und sicheren Art der Umsetzung war ich bei meinem letzten Besuch im Burgenland 2012 sehr beeindruckt.

    Meines Erachtens nach ist es wichtig, dass das Land Kärnten die Bahnlinie nach Kötschach als gewidmete Eisenbahn(Infrastruktur) übernimmt, damit all diese Vorschläge möglich bleiben. Ein etwaiges Auflassungsverfahren würde dazu führen, dass die Strecke rechtlich ihren Status als "Eisenbahn" verlöre und abgetragen werden müsste.

    Dies wäre, wie eingangs erwähnt, sicherlich nicht der Wunsch der Mehrheit der Bevölkerung.

    Ich hoffe, mit meinen Anregungen zu einer künftigen touristischen Nutzung der oberen Gailtalbahn einen kleinen Beitrag geleistet zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen