Beiträge von joektn

    Über die Maße sicher nicht, aber ich lege gerne den Finger in die Wunde und habe keine rosarote Brille auf in vielen Punkten.
    Tut mir leid, falls ich irgendwelche Nachfragen nicht beantwortet haben sollte, aber ich lese mir nicht jedes einzelne Posting in einem Beitrag immer durch.

    J-C Breite Türen mögen ja gut sein, allerdings hat man pro Wagen eben nur mehr eine Türe und die relativiert das ganze schon wieder mit dem schnelleren Ein & Ausstieg. Wenn dann eine Türe auch noch defekt ist - wie derzeit unterwegs - dann wird es knifflig.

    Beim railjet 1 hast also pro Schnitt 40 Fahrgäste pro Türe, beim railjet 2 sind es 72 pro Türe. Vergesst das nicht.

    Wenn man sich den neuen CD Comfortjet ansieht, dann merkt man schnell, wie überlegen die Tschechen der ÖBB sind. Oder anders ausgedrückt - Die haben mal wieder den besseren Zug geordert und einfach mehr nachgedacht:

    • Radabteil mit 12 Plätzen inklusive Lademöglichkeit für E-Bikes (ÖBB: 6 Plätze ohne Lademöglichkeit)
    • Restaurant mit 18 Sitzplätzen & Bierzapfanlage (ÖBB: 6 Plätze & 6 "Barplätze", ohne Zapfanlage)
    • USB-C Anschlüsse (ÖBB: USB-A, entsprechen nicht mehr EU Richtline)
    • Kinderabteil / Kinderkino
    • 99 Plätze 1.Klasse / 456 Plätze 2.Klasse (ÖBB: 86x 1.Klasse, 16x Business, 430x 2.Klasse)
    • Auf Niederflur wurde bewusst verzichtet, dafür ist der Zug innen komplett stufenfrei. Niederflur im Fernverkehr hat wenig Prio laut der CD und Hebelifte für Rollis sind sowieso vorhanden.

    Für mich unverständlich war, warum der Güterzug auf dem durchgehenden Hauptgleis stand, und der Railjet somit das nur mit vmax 40 km/h befahrbare Nebengleis nutzen musste. Ich hätte es umgekehrt logischer empfunden.

    Der Fahrdienstleiter wollte dir halt schöne Fotos ermöglichen ;)

    Kann aber auch mit der Zuglänge zu tun haben, weil wie man sieht, steht der letzte Wagen vom Güterzug schon sehr knapp beim Signal und im Regelfall ist das durchgehende Hauptgleis immer am längsten.

    Das gab und gibt es sogar heute immer wieder mal wieder, dass keine mehrsystemtauglichen Loks über die Grenze geschickt werden. Meistens merkt es der Tfzf zum Glück noch rechtzeitig und der Zug verendet in Bernhardsthal, aber selten passiert es doch, dass eine reine 15 kV Maschine unter 25 kV kommt. Bei den 1016 halb so wild, weil da merkt die Lok selbst, dass die Spannung nicht passt und lässt den Hauptschalter erst gar nicht mal einschalten. Gemein wird es bei den 1063, die nur teilweise für 25 kV ausgelegt sind und da gab es auch die häuftigsten Probleme. Da stirbt die Lok dann mit einem lauten Knall an der Grenze. 1044 hat es da auch schon "erwischt". TS Linz freut sich dann immer ganz besonders.

    Vor einigen Jahren waren umfangreiche Fahrleitungsarbeiten in Breclav und da wurde tatsächlich von Österreich kommend rein mit Schwung bis in den Bahnhof gefahren. Zurück ging es mit einem ordentlichen Schupfer von einer tschechischen Diesellok. Damit das zuverlässig klappt wurde die Garnitur zuerst ein ordentliches Stück Richtung Tschechien ausgezogen, abgehängt und dann mit Vollgas zurück durch den Bahnhof geschoben bis Höhe des Einfahrsignals. Heute ist das vermutlich undenkbar.

    Problem ist halt nur, dass der liebe Herr Coach kaum bis gar nicht erreichbar ist. Mehrere Mails von uns aus Dezember und Jänner sind bis dato unbeantwortet geblieben und Anrufe kommen zwar - manchmal - durch, aber auf die versprochenen Rückrufe wartet man vergeblich X/

    Wieso stören fehlende Mistkübel? Die Westbahn hat ja auch keine, und die Entsorgung der Abfälle vom Platz funktioniert. Warum also nicht auch bei den ÖBB? Schauen wir mal wie sich die Sache im RJ2 entwickelt, vielleicht machen wir uns ja eh nur unnötig Gedanken.

    Der Vergleich mit der WESTbahn hinkt halt, weil die massiv mehr Personal an Bord haben und jeder Fahrgastbetreuer maximal 2 Wagen über hat.

    Wo willst den plötzlich das Personal herbekommen und wie soll der mit einem großen Müllsack durch die engen Gänge im DANI kommen? Selbst mit einem kleinen Trolly tust dir da schon schwer und entgegenkommen darf dir da auch niemand. Der Zub macht das aus Prinzip sicher nicht und wer öfters auf der Süd unterwegs ist, weiß nur zu gut, dass es ziemlich regelmäßig vorkommt, dass man zwischen Wien und Villach den Zub überhaupt nie zu Gesicht bekommt. Unterwegs Reinigung gibt es derzeit auf der Süd zb nur in den Italo Railjets meistens zwischen Villach und Klagenfurt und man muss kein großer Mathematiker sein um zu bemerken, dass das eng wird, wenn er alleine 7 Waggons plus WCs in unter 25 Minuten durchmachen muss. Vorausgesetzt er kommt überall durch.

    Leider nicht, wäre es als Nicht-Presse-Mitglied möglich gewesen, daran teilzunehmen?

    Aus einiger Entfernung ja, sonst ist - wie üblich bei solchen Veranstaltungen der ÖBB - alles hermetisch abgeriegelt und abgesperrt und duzende "Mungos" plus Polizei standen da Wache. Den gemeinen 0-8-15 Fahrgast möchte man da eben nicht dabei haben, bei der Selbstbeweihräucherung vor der Presse.

    Da wird man halt exakt jene Strecken aufzaehlen muessen, auf denen sehrwohl mit historischen Fahrzeugen gefahren werden darf.

    Nur wie kommt man dann mit den Fahrzeugen auf diese Strecken, wenn davor und dannach "Fahrverbot" herrscht, außer per Tieflader über die Straße? Selbst wenn das noch irgendwie ginge - auf vielen interessanten Nebenbahnen gibt es zudem ein Verbot für personenbefördernde Züge. Beispiel Obdacher Sattel, Görschitztalbahn etc...

    Weiter ist bislang rechtlich im Eisenbahngesetz nicht definiert was ein "historisches Fahrzeug" ist, was die Sache nicht leichter macht. Es gäbe zwar theoretisch die Chance historische Fahrzeuge mit einer Ausnahmegenehmigung weiterhin betreiben zu dürfen laut ERA Vorgaben (auch ohne ECM), nur hat Österreich diesen Teil des EU Gesetzes nach wie vor nicht umgesetzt und es ist nicht zu bemerken, dass sich in der Hinsicht auch zukünftig irgendwas ändern wird.

    Die ÖBB könnte hier theoretisch Druck machen aufs Ministerium, tun sie aber nicht, da sie selbst kein Interesse an Nostalgie haben und auch im Ministerium viele Beamten mit ÖBB-Vergangenheit sitzen, die dem Thema nichts abgewinnen können. Außerdem hat ein gewisser Herr Kern damals ja selbst gemeint, dass die ÖBB eine "moderne Bahn" ist und somit im Konzern kein Platz für die Vergangenheit ist. Das zieht sich bis heute durch, auch wenn Matthä ein großer Freund der "alten Bahn" ist, aber hier kämpft er allein auf weiten Flur und gegen Windmühlen.