Beiträge von joektn

    Ja, der gute alte EC 113. Der hat gerne Verspätung. Der Aufenthalt in Salzburg verringert manch mal die Abgangsverspätung, aber oft reicht es nicht aus. Oft verkehrt der Zug statt ab Frankfurt nur ab Stuttgart, je nach dem was am Tag vorher wieder los war bei der Hinfahrt als EC 112. Ferner bekommt der EC 113 ab München eine neue Zuglok drauf und fährt weiter als Sandwich Ri. Salzburg - Känten, denn die ankommende Lok bleibt dann ab Schluß des Zuges drauf.


    Gruß

    2143 030

    Es gab mal Zeiten, da ist die Garnitur den ganzen Umlauf von und bis Klagenfurt weg als Sandwich gefahren, das war aber auf dauer zu teuer. In Stuttgart braucht es nämlich zwingend einen Steuerwagen oder einen 2.Lok. Da die ÖBB keine für 200 km/h tauglichen Steuerwagen hat (railjets mal abgesehen), muss man eben im teuren Sandwich fahren. Glücklich ist man mit der Situation nicht und nachdem die Kurswagen auf 212-213 nun ja weg sind, will man lieber heute als morgen umstellen auf ICE4 Garnituren, nur da hat die DB gerade nichts übrig.

    Naja die Strecke Bleiburg - Maribor ist die einzige Bahnstrecke die explizit im Staatsvertrag erwähnt wird und kann daher auch einseitig von der ÖBB nicht eingestellt werden. Im Vertrag steht auch, dass die Dienstsprache durchgehend slowenisch ist, was zur Folge hat, dass auch der Fahrdienstleiter in Bleiburg fließend slowenisch können muss. Nachdem Bleiburg in die BFZ Villach gewandert ist, gab es dort spezielle Sprachkurse für die jeweiligen Fahrdienstleiter.

    Zwischen Bleiburg und Prevalje gibt es nämlich keinen Streckenblock und es gibt nach wie vor Anbieten und Annehmen aller Zugfahrten und das eben auf slowenisch.

    Will man jetzt grenzüberschreitend fahren, müsste das ÖBB Personal entweder slowenisch lernen, oder das SZ Personal Deutsch. Dass man Personalwechsel macht in Bleiburg hat die ÖBB PV bereits ausgeschlossen, weil dort ist quasi weit und breit nichts und das Personal müsste dann vermutlich aus Wolfsberg oder Klagenfurt per PKW hin und her pendeln.

    SZ Personal aus Maribor kann zwar teilweise bereits Deutsch, aber das wird nicht gänzlich anerkannt. Also bleibt alles so wie es ist. Willkommen im vereinten Europa

    Gutes Beispiel war die Strecke Bleiburg - Maribor: Von Bleiburg bis zur Staatsgrenze war die Gleislage soweit ok, bis auf ein paar morsche Schwellen, trotzdem durchgehend eine Langsamfahrstelle mit zuletzt 10 km/h und kurzfristig überhaupt unbefahrbar (bis es Protest und Klagesdrohnung aus Slowenien gab). Kaum war man über die Staatsgrenze in Slowenien, war die LA zu Ende, die Gleislage katastrophal, extreme Schienenstöße, Schwellen wo man das Kleineisen per Hand herausziehen hat können, aber Vmax 80 km/h. Da hats einen halt ein paar mal bisschen aus dem Sitz gehoben aber das wars.

    Bis auf einen kurzen Abschnitt vor der Grenze konnte ich bei meiner Fahrt im März 2024 keine besonderen Mängel an der Strecke feststellen. Die Fahrt im Stadler Flirt war jedenfalls angenehm und interessant.

    Da hat man auch inzwischen kräftig was gemacht, nicht zuletzt nach den starken Unwettern Ende 2023, wo die Strecke ja mehrere Monate komplett unbefahrbar war. Es gibt ja auch Pläne, die Züge aus Slowenien bis nach Klagenfurt durchzubinden und da eine Art S-Bahn bis Dravograd zu installieren. Da scheitert es bislang aber an mehrsprachigen Personal.

    Spannend ist ja, dass man trotz massiven Wagenmangel weiterhin CRD Wagen (City Shuttle) brav abstellt und zur Verschrottung zuführt. Angeblich machen die Verkehrsverbünde da massiv Druck, da dieses Wagenmaterial nicht mehr den bestellten Anforderungen entspricht. Beim Fernverkehr hat man mit der Anmietung der DB Wagen, wohl auch keine Argumente mehr gefunden, warum man die Wagen zumindest dort noch braucht.

    Solche Gleislagen gibts auch in Europa. Einfach mal einen kleinen Ausflug nach Serbien oder Kroatien wagen, da erlebt man ähnliche Zustände. Interessiert dort aber niemanden. Generell Balkan ist da ein heißes Eisen.

    Gutes Beispiel war die Strecke Bleiburg - Maribor: Von Bleiburg bis zur Staatsgrenze war die Gleislage soweit ok, bis auf ein paar morsche Schwellen, trotzdem durchgehend eine Langsamfahrstelle mit zuletzt 10 km/h und kurzfristig überhaupt unbefahrbar (bis es Protest und Klagesdrohnung aus Slowenien gab). Kaum war man über die Staatsgrenze in Slowenien, war die LA zu Ende, die Gleislage katastrophal, extreme Schienenstöße, Schwellen wo man das Kleineisen per Hand herausziehen hat können, aber Vmax 80 km/h. Da hats einen halt ein paar mal bisschen aus dem Sitz gehoben aber das wars.

    Videoempfehlungen dazu aus Serbien

    Huge trains masses on bad rail joints - Sweet sounds of bad rails - Belgrade Rakovica
    The main southern railway exit from Belgrade at main railway Corridor 10 in Serbia, Rakovica,September 2017.
    youtu.be

    Eisenbahn wie damals:

    Rail traffic in Serbia - A Switchman, old signal box, track junction and chainways - Station Šebešić
    Old signaling and safety railway station box device looks like the history, dating from a century ago, but it is still in use. There is one central in the st...
    youtu.be

    Und aus Albanien:

    Eisenbahn in Albanien 2023: Mitfahrt im letzten Personenzug Durrës - Elbasan im ex DB Regio y-Wagen
    Die Eisenbahn in Albanien spielt im Jahr 2023 nur noch eine untergeordnete Rolle. Lediglich auf der Strecke zwischen Durres und Elbasan findet in den Sommerm...
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    Was habt ihr alle für ein Netz, dass ihr keinen Empfang habt? :)

    Ich bin seit langer Zeit bei Hot (T-Mobile) und hab auf der Strecke Wien - Villach noch nie Netzprobleme gehabt (außer im Tunnel vl).

    In Österreich wäre das wohl gar nicht möglich, denn die Dampfloks sollen ja in der Streckenklasse deutlich nach oben eingestuft worden sein.

    Das glaub ich kaum, weil hat ein Fahrzeug mal eine Zulassung, kann man hier nicht einfach einseitig was ändern. Weil das Gewicht der Lok ändert sich ja nicht spontan und Streckenklassen sind auch recht stabil und zumindest im UIC Bereich genormt. Noch dazu sind ja viele Dampfloks speziell für Nebenbahnen mit schlechten Oberbau konstruiert und gebaut worden. Nehmen wir mal einen große Dampfer her Beispiel Baureihe 52: Die hat bei maximaler Beladung (Wasser & Kohle) eine maximale Achslast von 15,4 Tonnen und eine Meterlast von 5,8 Tonnen und entspricht somit Streckenklasse B2.

    Was uns in Österreich mehr weh tut ist der Fakt, dass die ÖBB Infra inzwischen enorme Anforderungen und Auflagen für einen Dampfbetrieb stellt und viele (wichtige) Strecken mit Dampfloks nicht mehr befahren werden dürfen oder nur die Abgabe von Schmierdampf erlaubt ist (wenn überhaupt). Da wird es oftmals schon schwer eine Dampfer von A nach B zu bringen, selbst im Schlepp einer anderen Lok. Da brauchst du oft Monate, damit dir so eine reine Überstellung genehmigt wird. Von anderen Dingen, wie Wasser nehmen etc mal abgesehen. Auch da brauchst eine Zustimmung der Gemeinde zur Wasserentnahme und im schlechtesten Fall brauchst auch noch die Feuerwehr als Unterstützung.

    Ebenfalls ein großes Thema ist die Kohle. Die kam bislang zu großen Teilen aus Russland oder aus Polen. Polnische Kohle ist quasi nicht mehr wirklich verfügbar, da eine der größten Minen in Polen dicht gemacht hat und Kohle aus Russland fällt unter die EU Sanktionen und ist somit auch nicht verfügbar. Die Kohle aus Europa ist übrigens um mehr als 350% im Preis gestiegen, seit den Russlandsanktionen und das tut Eisenbahnvereinen halt richtig weh, da man hier auf spezielle Kohlenqualität (wenig Schwefel, wenig Ruß, gewisser Brennwert etc) angewiesen ist. Ich kenne einige Eisenbahnvereine, die den Einsatz ihrer Dampfloks drastisch reduziert haben, da die Kohlenbeschaffung ein echtes Problem ist inzwischen und man die notwendige Menge einfach oft nicht bekommt.

    Glaub nicht, dass es da zu einem Rechtsstreit kommt. Vor allem operiert man ja genaugenommen ohnehin in unterschiedlichen Bereichen. Zwischen regulärem Fernverkehr und einzelnen Sonderfahrten gibt es doch einen Unterschied, würde ich sagen.

    In welchen Bereichen man operiert ist rechtlich gesehen egal. So hat Apple mal ein Cafe verklagt, nur weil es einen Apfel im Logo hatte. Das hat schon gereicht und war der finanzielle Ruin für das Cafe. Die Branche hat also nur bedingt Einfluss auf die Markenrechte.

    Generell muss man zwischen Wortmarke und Wort-Bild-Marke unterscheiden. Wortmarke bezieht sich rein auf das geschriebene Wort und alle ähnlich klingenden oder in ähnlicher schreibweise geschriebenen Worte. So hat man "Südbahnexpress" als Wortmarke eingetragen, somit sind auch Abwandlungen wie "Südbahn-Express", "Südbahn-Expreß", "südbahnEXPRESS", "Süd-BahnExpress" etc nicht mehr zulässig, weil zu ähnlich und eine Verwechslungsgefahr gegeben ist.

    Zusätzlich hat man eben auch die Wort-Bild Marke schützen lassen, sodass hier grafisch auch keine Abwandlungen mehr erlaubt sind. Also eine Grafik mit einem verschnörkelten Südbahn-Express ist ebenfalls nicht mehr möglich.

    Die Lienzer Eisenbahnfreunde haben jetzt jedenfalls 3 Monate Zeit gegen die Markeneintragung rechtlich vorzugehen und die Löschung der Marke zu beantragen oder deren Nichtigkeit zu fordern:

    Eine erteilte Marke kann für nichtig erklärt und wieder aus dem Markenregister gelöscht werden, wenn einer oder mehrere der im Markenschutzgesetz enthaltenen Nichtigkeitsgründe (§§ 30 - 34, § 66 MSchG) vorliegen. Einige dieser Nichtigkeitsgründe können von jeder beliebigen Person geltend gemacht werden (z. B. wenn eine Marke nicht hätte registriert werden dürfen oder bereits länger als fünf Jahre unbenützt geblieben ist), andere setzen eine besondere Qualifikation bei einer oder einem Antragstellenden voraus (zB er oder sie verfügt über ein älteres, verwechslungsfähig ähnliches Recht).

    Jedenfalls sollten sie jetzt mal mit einem auf Markenrecht spezialisierten Anwalt in Kontakt treten, weil die Fristen laufen und sind eng. Finanziell ist das halt für einen Verein ein Alptraum, weil selbst wenn die Marke gelöscht wird und man gewinnt, bleibt man auf den Anwaltskosten selbst sitzen.

    Bin mal gespannt, was die EBFL jetzt machen werden. Nicht, dass ihnen bald ein teure Unterlassungserklärung ins Haus flattert. Das wäre ungut für einen Verein.

    Die waren aber bitte die ersten mit einem Südbahn-Expreß, und das schon seit einiger Zeit.

    Das ist richtig, aber als Marke eingetragen haben sie es halt nicht. Und solang sie keinen Widerspruch einlegen, sitzt die ÖBB PV am längeren Hebel.

    Wie gesagt, sobald die Marke eingetragen ist gilt die, solang kein anderere das Gegenteil beweißt und rechtlich durchsetzt.